Erstnotiz von Q-Cells
Dax lässt Federn

Belastet von enttäuschenden US-Konjunkturdaten und einer Warnung der US-Notenbank Fed vor wachsenden Inflationsrisiken haben die deutschen Aktien am Mittwoch zumeist Verluste verzeichnet.

HB FRANKFURT. Der Deutsche Aktienindex gab seine Vortagesgewinne wieder ab und schloss 1,3 % niedriger bei 5069 Punkten. Am Dienstag war der Leitindex erstmals seit Mai 2002 über die Marke von 5100 Zählern gesprungen. Im Nebenwerteindex MDax brachen die Titel von Bilfinger Berger nach einer Prognosesenkung zeitweise um mehr als neun Prozent ein. Der TecDax gab um 1,06 Prozent auf 622 Zähler nach.

„Wir sehen heute eine Konsolidierung nach den Kursgewinnen von gestern“, sagte Peter Lüdke, Händler bei Merck Finck. Zudem belasteten auch die Fed-Äußerungen den Markt. Der Präsident der Federal Reserve Bank von Philadelphia, Anthony Santomero, hatte am Vorabend betont, die Notenbank müsse die Zinsen zum Ausgleich des Preisdrucks weiter erhöhen. Seit Mitte 2004 hat die US-Notenbank (Fed) die Zinsen in elf Schritten auf 3,75 % angehoben. Für zusätzlichen Abgabedruck sorgten am Nachmittag schwächer als erwartet ausgefallene US-Konjunkturdaten. Der ISM-Index für den US-Dienstleistungssektor war unerwartet stark gesunken.

Mit einem Minus von 4,5 % auf 51,60 € bildeten die Aktien von Volkswagen das Schlusslicht bei den Standardwerten. Am Vortag hatten VW-Papiere noch deutlich zugelegt. „Der „Platow-Brief' hat Spekulationen um eine Kapitalerhöhung ausgelöst“, sagte Postbank-Händler Ascan Iredi. Außerdem kursiere am Markt ein Gerücht, wonach Porsche die zur angepeilten Beteiligung von rund 20 % noch fehlenden Aktien bereits außerbörslich erworben habe. Der „Platow-Brief“ hatte ohne Nennung von Quellen berichtet, VW verfüge über einen Vorratsbeschluss für eine Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts. Die Chancen für eine bevorstehende Kapitalerhöhung bezeichneten Börsianer allerdings als gering.

Die Titel von Daimler-Chrysler verloren 2,3 %. „Das sind hauptsächlich Gewinnmitnahmen“, sagte ein Händler. „Dem Sog von VW kann sich die Aktie nicht völlig entziehen.“

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