Euro notiert kaum verändert
Tokioter Börse schließt über 11 000 Punkten

Die Börse in Tokio hat ihren jüngsten Höhenflug am Donnerstag fortgesetzt. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte schloss erstmals seit Juni vergangenen Jahres über der Marke von 11 000 Punkten. Am Devisenmarkt sank der Dollar zum Yen auf Kurse etwas unter 116 Yen; der Euro lag kaum verändert um 1,1285 Dollar.

HB TOKIO. Der 225 Werte umfassende Tokioter Nikkei-Index schloss 0,39 Prozent höher bei rund 11 033 Punkten. Der breiter gefasste Topix legte bis Handelsende ebenfalls rund 0,3 Prozent zu auf 1076 Zähler. Der Markt schaffte es Händlern zufolge vor allem dank der Kursgewinne des Computerherstellers Fujitsu ins positive Terrain. Die Aktien legten deutlich zu, nachdem das Unternehmen einen Großauftrag für die britische Regierung bekannt gegeben hatte. Auch Bankentitel stützten Händlern zufolge den Gesamtmarkt, während die Aktien von Auto-Herstellern wie Toyota den Kursanstieg insgesamt gebremst hätten.

Als Grund nannten Händler den jüngsten Anstieg des Yen zum Dollar, was die exportorientierten Autohersteller belastet habe. „Die Autohersteller leiden unter dem Anstieg des Yen, und es ist auch eine gute Zeit für Gewinnmitnahmen“, sagte ein Analyst.

Die Aktienkurse in Taiwan, Hongkong, Südkorea und Singapur lagen auch im Verlauf weiterhin im Minus. Am Vorabend hatte die Wall Street in New York ebenso wie der Frankfurter Dax im Minus geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 0,23 Prozent auf rund 9545 Punkte, der breiter gefasste S&P-500-Index 0,33 Prozent auf etwa 1025 Zähler und der Index der Technologiebörse Nasdaq schloss 0,22 Prozent tiefer bei rund 1883 Punkten. Der Dax gab 0,1 Prozent ab auf 3561 Zähler.

Am Devisenmarkt lag der Euro mit 1,1285 Dollar kaum verändert zu seiner letzten New Yorker Notiz. Befürchtungen einer Intervention der japanischen Notenbank zur Schwächung der Landeswährung Yen ließen den Dollar Händlern zufolge in relativ engen Spannen um 116 Yen pendeln. Händler begründeten dies unter anderem mit dem am Wochenende bevorstehenden Treffen der sieben führenden Industriestaaten (G-7) und der abwartenden Haltung vieler Devisenhändler im Blick auf die japanische Interventionspolitik. Es sei sehr unwahrscheinlich, dass die G-7-Vertreter Japan öffentlich auf dem Treffen wegen ihrer Devisenpolitik kritisieren würden, sagten Händler in Tokio. „Aber die Leute wollen nicht Dollar gegen Yen handeln, so lange bis der Ausgang des Treffens bestätigt ist“, sagte Takashi Toyahara, Devisen-Manager bei Nomura Securities.

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