Euro tendierte kaum verändert
Spekulationen um Zinserhöhung belasten Nikkei

Die asiatische Leitbörse in Tokio ist nach einer dreitägigen Feiertagspause mit deutlichen Abschlägen aus dem Handel gegangen. Neben steigenden US-Zinsen fürchten die Anleger auch die Folgen des hohen Ölpreises. Auf der Verkäuferseite standen in Tokio nach Angaben von Händlern vor allem ausländische Investoren.

HB TOKIO. „Verkäufe von ausländischen Anlegern, wenn auch in kleinen Posten, dämpfen die Stimmung am Markt“, sagte Hiroaki Kuramochi von Bear Stearns in Tokio. Und große einheimische Investoren hielten sich auch nach dem langen Wochenende noch zurück. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 1,62 % schwächer bei 11 571 Punkten. Der breiter gefasste Topix- Index fiel um 1,78 % auf 1165 Zähler. Die Börse war wegen Feiertagen von Montag bis Mittwoch geschlossen.

Händlern zufolge herrscht am Markt eine zunehmende Sorge, die US-Notenbank Fed könnte in absehbarer Zukunft ihre historisch niedrigen Zinsen anheben. Zur Veröffentlichung anstehende US-Konjunkturdaten wie die Arbeitsmarktdaten für April am Freitag könnten diese Sorgen noch verstärken. Am Dienstag hatte die Fed ein deutliches Signal für das baldige Ende der Niedrigzinsphase gesandt. Die lockere Geldpolitik werde aber in „maßvollem Tempo“ beendet, hatte die Fed erklärt.

Zu den größten Verlieren an der Tokioter Börse zählten die Aktien von Unternehmen, die bei ihrer Bilanzpräsentation in der vorigen Woche nicht die Erwartungen der Analysten übertroffen hatten. So gaben die Titel des weltweit zweitgrößten Herstellers von Fotofilmen, Fuji Photo um 4,2 % nach. Die Papiere des Halbleiter-Zulieferer Tokyo Electron verloren 3,4 %. Um mehr als fünf Prozent gaben die Titel von Mitsubishi Motors nach. Die Aktien gerieten unter Druck, nachdem die Zeitung „Asahi Shimbun“ am Mittwoch berichtet hatte, die Sanierung des angeschlagenen japanischen Autoherstellers könnte bis zu 3,8 Mrd. € kosten und damit doppelt so viel wie zuvor geschätzt.

Die Börse in Südkorea verlor 3,4 % und der Markt in Singapur 0,22 %. Die Börse in Taiwan gewann dagegen 0,95 % während die Börse in Hongkong 1,22 % im Plus notierte.

Gegen 8 Uhr MESZ notierte der Euro bei 1,2165 Dollar nach 1,2175 Dollar im späten Handel in New York. Zum Yen tendierte der Dollar bei 109,24 Yen nach 108,70 Yen im späten US-Handel. „Die US-Wirtschaft ist grundsätzlich dabei, sich zu erholen. Daher denke ich nicht, dass sich der Kursrückgang des Dollar noch eine längere Zeit fortsetzen wird“, sagte Koji Fukaya, Devisen-Analyst von Bank of Tokyo Mitsubishi.

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