Europäische Börsen
Eurostoxx: Europaweit leichte Verluste

Auch am letzten Handelstag der Woche notieren die europäischen Börsen Kursverluste. Eine Gegenreaktion auf die Einbrüche gestern blieb bisher aus. Im Fokus der Anleger stehen vor allem Telekom-Werte.

HB PARIS/LONDON. Die europäischen Börsen sind am Freitag orientierungslos zwischen leichten Gewinnen und Verlusten hin und her gependelt. Da die US-Börsen wegen eines Feiertages geschlossen bleiben, erwarten Händler, dass sich diese Tendenz den Tag über fortsetzen dürfte. Der Eurostoxx 50 gab zuletzt um 0,41 Prozent auf 2 360 Zähler nach. Der Pariser CAC-40-Index fiel um 0,52 Prozent auf 3 100 Zähler. Der Londoner FTSE 100 verbuchte bei einem Punktestand von 4 230 indes ein Plus von 0,10 Prozent.

Auf Unternehmensseite standen Telekomwerte wie France Telecom im Blick. Der Finanzvorstand der französischen France Telecom sagte in einem Interview, sein Unternehmen sei nicht an der Übernahme der britischen Telekom-Mobilfunktochter T-Mobile UK interessiert. Zudem senkte die UBS die France-Telecom-Titel von "Neutral" auf "Sell" und nahm das Kursziel von 17,00 auf 14,80 Euro zurück. Analyst Nick Lyall senkte in einer Studie vom Freitag seine Prognosen um vier bis elf Prozent, da sich sowohl die Cash Flows als auch die Nachrichtenlage negativ entwickeln dürften. Bis zum Markteintritt eines weiteren Wettbewerbers dauere es zwar noch eine Weile, in der Zwischenzeit steige die Konkurrenz durch Bouygues aber. Auch könnte die starke Bilanz zu Übernahmen verleiten. Zudem seien die langfristigen Dividendenerwartungen aufgrund steuerlicher Belastungen gesunken. Die France-Telecom-Aktien gaben um 1,04 Prozent auf 16,24 Euro nach.

Repsol-YPF konnten sich erneut einen der Spitzenplätze im EuroSTOXX sichern. Der spanische Ölkonzern hatte bereits am Vortag mitgeteilt, mehrere Gebote für seine argentinische Tochter YPF erhalten zu haben. Die Aktien verteuerten sich um 0,83 Prozent auf 16,355 Euro.

Rohstoffwerte litten hingegen unter deutlichen Preisrückgängen bei Öl und Metallen. Nach erneut starken Kurseinbußen am Vortag hielten sich die Ölpreise zuletzt über der Marke von 66 Dollar. Am Donnerstag hatten die Ölpreise nach einem enttäuschenden Arbeitsmarktbericht aus den USA kräftig um über drei Dollar nachgegeben. Es war der dritte Tag in Folge mit deutlichen Preisrückgängen am Ölmarkt. TOTAL fielen um 0,54 Prozent auf 37,57 Euro. Aktien von BHP Billiton , dem weltgrößten Minenkonzern, sackten um 1,58 Prozent auf 1 336,75 Pence ab. Der Konzern wird seine Yabulu Nickelfabrik an den australischen Magnaten Clive Palmer für einen nicht genannten Preis verkaufen.

Im Handelsverlauf könnten British Airways im Luftfahrtsektor für etwas Bewegung sorgen. Die Airline wird ihre jüngsten Verkehrszahlen vorlegen.

RWE sind nach Einschätzung der DZ Bank ein heißer Anwärter auf den Aufstieg in den Stoxx50. Die Aktien des Energiekonzerns könnten zusammen mit denen des italienischen Konkurrenten Enel aufsteigen, schreibt DZ-Bank-Anlalyst Michael Kopmann in einer Kurzstudie. RWE belege in der aktuellen Rangliste Platz 42, Enel Platz 46. Die beiden Energiewerte könnten für die Papiere von Philips (Rang 68) und ING (Rang 64) nachrücken. RWE-Aktien notierten am Freitagmorgen 0,4 Prozent niedriger bei 55,62 Euro, Enel 0,1 Prozent bei 3,46 Euro niedriger. Kopmann zufolge fällt die Entscheidung auf Basis der Rangliste Ende August und wird zum 18. September umgesetzt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%