Europäische Märkte
"Die Rally geht weiter"

Im Gegensatz zu den sinkenden Temperaturen in weiten Teilen Europas weisen die Börsenbarometer an den Aktienmärkten des alten Kontinents dieser Tage neue Hochs aus.

HB FRANKFURT. „Die Rally geht weiter“, heißt es angesichts der Erholung an Wall Street am Montagabend, die nahezu zeitgleich mit dem Xetra-Schluss begonnen habe. Allerdings könne es im Verlauf des Handels zu Gewinnmitnahmen kommen, was auch an den asiatischen Börsen bereits teilweise zu beobachten sei. Die Citigroup berechnet den Euro-Stoxx-50 vor Handelsbeginn bei 3.465 Punkten, nachdem der Index am Montag auf 3.450 Punkte gestiegen war

Zur Begründung für Gewinnmitnahmen könnten auch die anstehenden Feiertage in Japan am Mittwoch, vor allem aber der „Thanksgiving“ am Donnerstag in den USA herhalten. Von US-Kunden sei zu hören, dass diese den Freitag als Brückentag wohl wie stets weidlich nutzen dürften. Die Umsätze werden vor diesem Hintergrund deutlich zurückkommen. Die am Dienstag anstehenden Konjunkturdaten dürften keine wesentlichen Impulse liefern und die Veröffentlichung des Protokolls der vergangenen FOMC-Sitzung der US-Notenbank steht erst nach Ende des regulären Handels in Europa an. Für etwas Abwechslung aber ohne Kurseinfluss wird die Wahl der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel zur neuen Bundeskanzlerin sorgen.

Mit negativen Vorgaben aus dem australischen Handel gehen die großen Minenwerte in den Londoner Handel. Nach vorübergehenden Kursaufschlägen verloren BHP-Billiton 0,2%, Rio Tinto 1,4% und Newcrest 1,1% trotz der fortdauernden Goldpreis-Rally. Mit Blick auf den Kupferpreis äußert sich Credit Suisse First Boston am Morgen positiv: Die Bank bestätigt den Sektor mit „Overweight“ und hebt vor allem die Werte mit hohem Kupferaktivitäten hervor. Der Umsatz werde mit 100% in Dollar denominiert, weshalb der feste Dollar die europäischen Rohstoffwerte favorisiere.

Übernahmepoker um Endesa geht in neue Runde

Der Übernahmepoker um Endesa geht in eine neue Runde. Laut „Financial Times“ wirft das spanische Finanzministerium in einem vertraulichen Bericht der Gas Natural Gesetzesbruch vor. Gas Natural habe sich mit Iberdrola über einen Weiterverkauf von Endesa-Assets geeinigt, bevor sie die Zustimmung der Behörden zu der Übernahme erhalten hat. „Den Verkauf der Endesa-Anteile benötigt Gas Natural, um die Barkomponente sicher stellen zu können. Das verschlechtert die Aussichten für Gas Natural, dass das Geschäft wie gedacht über die Bühne geht“, sagt ein Händler. Kursfantasie in Endesa könne ausgepreist werden.

Zurückhaltung bei EADS erwartet

Zurückhaltung könnte laut einem Marktteilnehmer bei EADS herrschen. Das “Wall Street Journal Europe“ berichtet, Verkehrsflugzeuge müssten bei der Landung hinter einem Airbus A380 wegen dessen starker Druckwelle einen mindestens doppelt so großen Sicherheitsabstand halten wie bislang üblich - rund 10 Meilen statt 5 Meilen. Damit, so schlussfolgert die Zeitung, werde der strategische Vorteil der Größe angesichts der oft ausgelasteten Landekapazitäten an großen Flughäfen teilweise aufgehoben. „Bei einer solche Story muss man weitere Details abwarten“, sagt ein Händler. Zudem sei noch nicht sicher, ob die zuständigen Behörden die entsprechenden Sicherheitsbestimmungen verschärfen.

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