Händler warten auf US-Unternehmenszahlen
Tokio: Nikkei-Index auf 11-Monats-Hoch

Die Börsen in Fernost sind am Montag mit deutlichen Gewinnen in die neue Woche gestartet. Der Nikkei-Index schloss 2,59 Prozent höher und erreichte damit ein 11- Monats-Hoch. Mit Blick auf bessere Firmendaten und positive Konjunkturaussichten gewannen vor allem Blue Chips.

TOKIO/NEW YORK. An den US-Börsen dürften die Quartalsberichte in dieser Woche den Konjunkturoptimismus auf die Probe stellen. Der Dollar zeigte sich im asiatischen Devisenhandel wenig verändert. Der Ölpreis fiel in Erwartung der Beendigung des Streiks in Nigeria, dem achtgrößten Erdölexporteur der Welt.

„Starke Unternehmensdaten in Japan werden durch starke makroökonomische Daten unterstützt, und das erhöht die Nachfrage nach Blue Chips“, sagte Hiroshi Sato von Cosmo Securities in Tokio. Er rechne damit, dass der Nikkei-Index in dieser Woche die 10 000 Punkte überschreiten werde.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss um 2,59 Prozent höher bei 9795,16 Punkten, zeitweise hatte er um 3,02 Prozent auf 9835,87 Punkte zugelegt. In der vergangenen Woche hatte der Nikkei-Index dank des überraschend guten Tankan-Bericht der japanischen Notenbank zur Lage der Konjunktur um 4,9 Prozent zugelegt.

In Tokio legten Aktien des Computer- und Chip-Unternehmens NEC um rund 7,82 Prozent zu auf 800 Yen. Die Papiere von Japans größtem Hersteller von Anlagen zur Chip-Produktion Tokyo Electron Ltd. stiegen um 8,16 Prozent auf 6760 Yen. Fanuc Ltd, größter Hersteller von Industrierobotern, legten um 4,56 Prozent auf 6650 Yen zu. Händler rechneten mit einem weiteren Impuls für die Anlagenhersteller, wenn die Daten für die Auftragseingänge im Maschinenbau am Dienstag einen positiven Ausblick für die Investitionen signalisieren.

Händler warten US-Unternehmenszahlen ab

Der Dollar zeigte sich gegenüber dem Euro wenig verändert. Händler warteten offenkundig auf die umfangreiche Serie von Unternehmenszahlen, die in den kommenden Tagen in den USA veröffentlicht werden. Der Euro notierte bei 1,1440 Dollar nach 1,1490 Dollar am Freitag. Für einen Dollar wurden 117,91 Yengezahlt, nach 117,97 am Freitag im späten US-Handel.

„Der Markt wartet noch ab, ob der Deflationsdruck weiter nachlässt, ob die Aktien weltweit weiter steigen und die Rentenkurse nachgeben“, sagte Kosuke Hanao von der Royal Bank of Scotland in Tokio.

Für den Euro-Markt sind die Blicke vor allem auf die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag gerichtet, obwohl die meisten Händler keine zinspolitische Entscheidung erwarten. Am Montag stehen keine wichtigen US-Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Im Mittelpunkt des Interesses werden in dieser Woche die Quartalsberichte von US-Unternehmen stehen. Die Anleger warten mit Spannung darauf, ob die Geschäftszahlen die jüngste Kursrally an den US-Aktienmärkten rechtfertigen oder nicht. Sollten die Firmen mit ihren Ergebnissen enttäuschen, rechnen Börsianer mit einer Korrektur nach unten.

Überraschend schwache US-Arbeitsmarktdaten hatten am Donnerstag Zweifel an einer schnellen Erholung der US-Wirtschaft geweckt, worauf die US-Börsen schwächer schlossen. Auch schwache Gewinnprognosen von Unternehmen hatten Händlern zufolge die Stimmung getrübt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte lag zum Schluss um 0,79 Prozent im Minus auf 9070 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 0,91 Prozent auf 1663 Punkte. Am Unabhängigkeitstag in den USA am Freitag blieben die Börsen geschlossen.

Für Entspannung beim Ölpreis sorgte die Hoffnung, dass der Generalstreik gegen die erhöhten Benzinpreise in Nigeria, dem achtgrößten Ölexportland der Welt, bald beendet werden dürfte. US-Futures zur Lieferung im August fielen um 31 Cent auf 30,11 Dollar pro Barrel (159 Liter).

Der Goldpreis lag stabil bei 351,70 Dollar pro Feinunze.

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