International Aktienhandel
Börse Wien: Kursrally zum Schluss

Die Wiener Börse hat den Handel am Dienstag bei moderatem Volumen mit einer Kursrally beendet. Der ATX stieg um 164,53 Punkte oder 8,04 Prozent auf 2 210,00 Einheiten.

dpa-afx/apa WIEN. Die Wiener Börse hat den Handel am Dienstag bei moderatem Volumen mit einer Kursrally beendet. Der ATX stieg um 164,53 Punkte oder 8,04 Prozent auf 2 210,00 Einheiten. Händler machten Rückeindeckungen von Leerverkäufen und die nach Börsenschluss anstehende US-Präsidentschaftswahl für die rasante Kursentwicklung in Wien verantwortlich.

Positiv werde das damit verbundene Ende der Unsicherheit an den Märkten gewertet, hieß es am Markt. Die Wahl von Barack Obama gelte nun als so gut wie ausgemacht, sagte ein Händler. Europaweit befanden sich die Indizes im Steigflug. Auch die schwache Auftragslage der US-Industrie im September konnte daran nichts ändern.

"Bei Raiffeisen sieht es ganz nach Short-Rückeindeckungen aus", sagte ein Händler. Trotz eines starken Bankensektors sei der außergewöhnlich starken Kursgewinn bei Raiffeisen um 13,60 Prozent auf 29,99 Euro anders nicht zu erklären. Im Vergleich nehme sich das Plus der Erste Group von 6,92 Prozent auf 21,94 Euro (2,053 640 Stück) sogar bescheiden aus.

Auch bei den Titeln anderer Unternehmen könnte es zur Rückeindeckung für bereits leerverkaufte Aktien gekommen sein, sagte der Teilnehmer. Zu ihnen gehörten RHI (plus 16,86 Prozent auf 14,90 Euro) und Vienna Insurance Group (plus 13,64 Prozent auf 25,0 Euro).

Nachdem OMV-Papiere im Verlauf eher vor sich hingedümpelt waren, rissen sie im späten Geschäft ebenfalls an und schlossen um 8,33 Prozent fester bei 27,30 Euro. Analysten erwarten für die am Donnerstag anstehenden Ergebnisse des Konzerns zu den ersten neun Monaten 2008 Zuwachsraten im zweistelligen Bereich.

Die Tagesspitze erklommen jedoch AvW Invest. Die Anteil kletterten um 25,07 Prozent auf 65,0 Euro und damit auf den ersten Platz am Kurszettel. Frauenthal zogen um 15,97 Prozent auf 8,64 Euro an. Das Unternehmen hatte in den ersten drei Quartalen einen deutlichen Umsatz-und Gewinnzuwachs verzeichnet. Im vierten Quartal sei aber mit deutlich rückläufigen Kundenaufträgen zu rechnen, hieß es. Sal. Oppenheim hat inzwischen die Bewertung für die Aktie ohne Begründung beendet. Zuletzt waren die Frauenthal-Titel mit der Anlageempfehlung "Reduce" bei einem Kursziel von 7,00 Euro eingestuft worden.

Die Papiere von Austrian Airlines (AUA) zeigten sich um 5,0 Prozent teurer bei 2,94 Euro. AUA-Chef Alfred Ötsch warnt davor, die Suche nach einem strategischen Partner für die AUA zu verschieben: "Die Entwicklung in der Branche ist so dramatisch, dass ein Zuwarten gefährlich wäre", meinte Ötsch.

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