Internationale Aktienmärkte
Börse Wien leicht im Plus

Die Wiener Börse hat am Mittwoch knapp behauptet geschlossen. Der ATX beendete den Handel mit 2 767,38 Punkten und einem winzigen Minus von 0,38 Punkten oder 0,01 Prozent. Nach einem festen Start fiel der Markt im Tagesverlauf kontinuierlich zurück und schloss praktisch unverändert.

dpa-afx/apa WIEN. Die Wiener Börse hat am Mittwoch knapp behauptet geschlossen. Der ATX beendete den Handel mit 2 767,38 Punkten und einem winzigen Minus von 0,38 Punkten oder 0,01 Prozent. Nach einem festen Start fiel der Markt im Tagesverlauf kontinuierlich zurück und schloss praktisch unverändert. Zu Beginn hatte vor allem die Hoffnung auf einen möglicherweise bevorstehenden Beschluss des US-Bankenrettungspakets die Stimmung aufgehellt.

Zudem nehmen nun auch Pläne für einen großen EU-Rettungsfonds, der grenzüberschreitend aktiven Großbanken im Notfall unter die Arme greifen soll, Kontur an. "Es ist aber weiter sehr viel Nervosität im Markt, das wird sich nicht so schnell ändern", sagte ein Aktienhändler. "Das wichtigste wäre den Geldmarkt wieder in die Gänge zu bekommen", so der Händler. Derzeit herrsche weiter großes Misstrauen unter den Banken, damit werde es immer schwerer an die benötigte Liquidität zu kommen. So machten am Mittwoch Marktgerüchte über die Unicredit die Runde. Ein Sprecher der Unicredit-Gruppe hat am Nachmittag hingegen Börsespekulationen über einen angeblich bevorstehenden Rücktritt von Konzernchef Alessandro Profumo entschieden dementiert.

Mit Spannung erwartet wird jetzt die für Mittwochabend angesetzte Entscheidung des US-Senats über das Finanzrettungspaket. Im Vorfeld der Abstimmung würden die Marktteilnehmer nun vorerst abwarten, hieß es.

Bei höherem Volumen gesucht waren am Mittwoch OMV und stiegen um 2,28 Prozent auf 30,00 Euro (950 304 gehandelte Stück). Vienna Insurance gewannen 2,26 Prozent auf 35,80 Euro. Noch deutlicher nach oben ging es für die AUA, die Aktie stieg um 7,46 Prozent auf 4,90 Euro. Starke Gewinne sahen auch einige Immobilienwerte, so stellten ECO Business (plus 12,08 Prozent auf 3,99 Euro) und CA Immo Anlagen (plus 11,59 Prozent auf 7,70 Euro) die Tagesgewinner im prime market.

Unterschiedlich entwickelten sich die beiden Bankschwergewichte. Erste Group stiegen um 1,45 Prozent auf 34,95 Euro. Raiffeisen International fielen um 2,74 Prozent auf 48,60 Euro. "Vielleicht wird vermutet, dass die Erste von der Finanzierung her möglicherweise besser aufgestellt ist, weil sie auch ein Österreich-Geschäft hat", sagte ein Händler.

Bisher wurde der reine Osteuropa-Fokus der Raiffeisen International am Markt positiv gewertet, mit der Finanzkrise habe sich das geändert. Insbesondere das Russland-Engagement der Bank dürfte hier den Kurs belasten, hieß es in Marktkreisen. So fielen auch die Aktien der stark in Russland vertretenen Strabag um 10,00 Prozent auf 27,90 Euro und und waren damit der Tagesverlierer im prime market.

Unter Druck kamen auch Wienerberger und verloren 5,16 Prozent auf 18,00 Euro. Immofinanz büßten 9,02 Prozent auf 2,22 Euro ein. größere Abgaben gab es in Voestalpine . Die Aktie fiel um 2,62 Prozent auf 21,18 Euro. Die Analysten von Goldman Sachs hatten zuletzt die Aktie auf ihre europäische Kaufempfehlungsliste gesetzt. Die Empfehlung könnte möglicherweise zum starken Vortagesplus von 8,16 Prozent beigetragen haben, hieß es am Markt.

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