Internationale Aktienmärkte
Osteuropas Börsen im Minus

Die Börsen in Osteuropa haben den Donnerstag in tiefrotem Terrain verlassen. Negative Vorgaben von der Wall Street drückten bereits im Frühhandel europaweit auf die Kurse. Im Verlauf sorgten überraschend schlechte US-Konjunkturdaten noch einmal für zusätzlichen Verkaufsdruck.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die Börsen in Osteuropa haben den Donnerstag in tiefrotem Terrain verlassen. Negative Vorgaben von der Wall Street drückten bereits im Frühhandel europaweit auf die Kurse. Im Verlauf sorgten überraschend schlechte US-Konjunkturdaten noch einmal für zusätzlichen Verkaufsdruck. Sie stieg die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der abgelaufenen Woche auf den höchsten Stand seit 16 Jahren.

Budapest Sehr Schwach - Hilfspaket

In Budapest gab es deutliche Verluste. Der ungarische Leitindex BUX rutschte um 6,19 Prozent auf 10 810,95 Punkte ab. Ungarn will die erste Tranche des 6,5 Mrd. Euro schweren EU-Hilfspakets im Dezember abrufen, erklärte der ungarische Finanzminister Janos Veres. Wie groß der Anteil sein soll, nannte er nicht. Das Geld soll aber nicht der Wirtschaft zur Verfügung gestellt werden.

Die Aktien von Mol fielen um 6,9 Prozent auf 8 755 Forint und verloren damit zum dritten Tag in Folge. Ungarns größte Raffinerie möchte seine Investitionen in die Erkundung neuer Öl- und Gasvorkommen in den nächsten Jahren weiter vorantreiben. OTP Bank fielen um 9,4 Prozent auf 2 320 Forint, dem tiefsten Stand seit mehr als fünf Jahren. Die Bank gab im Einklang mit den anderen Finanzwerten in Europa und Asien ab. Sorgen über eine sich ausweitende Rezession drückten auf die Titel.

Warschau MIT Deutlichem Minus

Auch in Warschau gab es deutliche Verluste. Der WIG-20 verlor 5,79 Prozent auf 1 547,15 Punkte. Der breiter gefasste WIG-Index fiel um 4,81 Prozent auf 24 852,95 Zähler. Unter den polnischen Einzeltiteln mussten die Titel von Kghm Polska Miedz , die um 9,1 Prozent auf 22,41 Zloty nachgaben, deutlich Federn lassen. Der Titel hatte unter weiter fallenden Kupferpreisen zu leiden. Die Aktien der PKO Bank rutschten ab, nachdem JP Morgan ihre Anlageempfehlung für die zweitgrößte polnische Bank von "Neutral" auf "Underweight" gesenkt hatte. Die Papiere sanken um 4,8 Prozent auf 28 Zloty.

Orco Brechen IN Prag UM 22 Prozent EIN

In Prag sackte der Leitindex PX um 5,65 Prozent auf 733,3 Zähler ab. Unter den tschechischen Einzeltiteln fielen Ceske Energeticke Zavody (CEZ) um 5,3 Prozent auf 667 Kronen, dem dritten Verlusttag in Folge. Die weltweit nachgebende Wirtschaft sorge für geringere Nachfrage nach Energie und lasse die Kohlenpreise weiter fallen. Die USA, Japan und die EU sehen sich der ersten simultanen Rezession in mehr als 60 Jahren gegenüber, warnte der Internationale Währungsfonds (IWF). Die Papiere von Orco brachen um 22 Prozent auf 136,1 Kronen ein, nachdem CEO Jean-Francois Ott seinen Aktienanteil am Unternehmen verkauft hatte.

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