Internationale Aktienmärkte
Schweizer Börse bricht ein

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch im späteren Handel wie die übrigen europäischen Börsen regelrecht eingebrochen und hat das Geschäft mit Verlusten auf breiter Front beendet.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch im späteren Handel wie die übrigen europäischen Börsen regelrecht eingebrochen und hat das Geschäft mit Verlusten auf breiter Front beendet. Neben dem erneuten Anstieg des Ölpreises hätten insbesondere Spekulationen um weitere Finanzierungsprobleme bei Investmentbanken für markante Verkäufe gesorgt, hieß es am Markt. Die deutlich stärker als erwartet gesunkenen Rohölbestände hätten die Stimmung zusätzlich eingetrübt.

Nun dürfte sich der Blick der Anleger auf das "Beige Book" der US-Notenbank für den Monat Mai richten, das aber erst nach Börsenschluss in Europa publiziert wird. Am Markt wird vorwiegend mit einer Bestätigung der aktuellen Konjunkturschwäche gerechnet.

Der SMI verlor 1,60 Prozent auf 7 167,30 Zähler. Der SLI gab 1,46 Prozent auf 1 097,14 Punkte, der breite Swiss Performance Index fiel um 1,47 Prozent auf 6 055,63 Stellen.

Die Finanzwerte gerieten im späteren Handelsverlauf im Einklang mit den US-Titeln deutlich unter Druck. Im Handel wurde auf Spekulationen verwiesen, wonach Lehman Brothers Holdings in finanzielle Schwierigkeiten geraten sei. In der Folge brachen UBS um 3,3 Prozent auf 23,70 Franken ein und Credit Suisse gaben nach einer bis dahin freundlichen Entwicklung 0,6 Prozent auf 48,60 Franken ab. Julius Bär verloren 2,3 Prozent auf 72,30 Franken.

Mit größeren Abgaben lasteten seit dem Mittag auch die Index-Schwergewichte Nestle , die 1,8 Prozent auf 503,00 Franken verloren und Novartis mit einem Minus von 1,5 Prozent auf 52,40 Franken. Roche gaben 0,6 Prozent auf 176,80 Franken ab.

Die rote Laterne in den breiteren Indizes hielten bei Börsenschluss ABB mit einem Abschlag von 3,4 Prozent auf 30,52 Franken - Händler verwiesen auf Gewinnmitnahmen. OC Oerlikon verloren 1,5 Prozent auf 335,00 Franken. Das Unternehmen hat eine Klage gegen die deutsche Sunfilm wegen einer Patentrechtsverletzung eingereicht; Analysten rechnen aufgrund der Signalwirkung an die Branche mit einem längeren Rechtsstreit. Geberit litten seit dem Nachmittag unter Gewinnmitnahmen nach einer Warnung des finnischen Mitbewerbers Uponor, wie es am Markt hieß. Die Titel gaben 1,5 Prozent auf 165,70 Franken.

Kursaufschläge verzeichneten Ciba mit einem Plus von 1,4 Prozent auf 34,10 Franken und Actelion, die 0,3 Prozent auf 56,55 Franken zulegten. Lonza und Swiss Life Holding schlossen unverändert./ch

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