Internationale Börsenberichte
Nikkei erreicht Neun-Monats-Hoch

Der gestrige Kursrutsch an der Börse in Schanghai hat heute nur kurz für Verunsicherung an den übrigen Märkten in Fernost gesorgt. Wie in Tokio drehten viele Indizes im Handelsverlauf ins Plus, nachdem die chinesische Notenbank zusicherte, die Wirtschaft weiterhin mit frischem Geld zu versorgen. Der Nikkei kletterte sogar auf ein Neun-Monats-Hoch.

HB TOKIO/HONGKONG. Die Asien-Börsen haben nach dem gestrigen Kursrutsch in China uneinheitlich tendiert. Der chinesische Leitindex war am Mittwoch um fünf Prozent eingebrochen und hatte auch die Kurse an der Wall Street belastet. Chinas Zentralbank versuchte anschließend die Märkte zu beruhigen. Die Sorgen um den Verlauf der wirtschaftlichen Erholung in China belastete in Fernost unter anderem Energie- und Bergbaukonzerne. In Tokio gaben die Aktien von Sumitomo Metal Mining 3,9 Prozent nach. Analysten in Japan sahen den Kursrutsch in Schanghai aber insgesamt gelassen und sprachen auch von Gewinnmitnahmen. Händler hatten sich am Vortag besorgt geäußert, wonach Chinas Regierung ihre Kreditvergabe drosseln und damit einen weltweiten Wirtschaftsaufschwung erschweren könnte. Der Vizegouverneur der chinesischen Notenbank, Su Ning, versuchte die Märkte am Donnerstag zu beruhigen. Die Zentralbank werde weiterhin unbeirrbar frisches Geld bereitstellen, um den Wirtschaftsaufschwung zu stützen, hieß es einer Erklärung.

Am Donnerstag legte die Börse in Schanghai rund ein Prozent zu. In Tokio gewann der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,5 Prozent auf 10 165 Punkte und schloss damit auf dem höchsten Stand seit neun Monaten. Der breiter gefasste Topix-Index schloss 0,7 Prozent im Plus bei 936 Zählern. Die Aktienmärkte in Südkorea und Singapur notierten ebenfalls fester, während die Börsen in Hongkong und Taiwan leichte Verluste verzeichneten.

Deutlich hinzugewinnen konnten in Tokio vor allem die Autobauer Honda und Nissan, die mit überraschend guten Quartalszahlen für einen Lichtblick sorgten. Der Honda-Aktienkurs schoss um 8,6 Prozent nach oben, die Nissan-Papiere legten sogar rund zehn Prozent zu.

Der Kursrutsch in Schanghai und neue Konjunktursorgen hatten zuvor die Börsen in New York belastet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,3 Prozent im Minus bei 9 070 Zählern aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500-Index sank um 0,5 Prozent auf 975 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq schloss 0,4 Prozent im Minus bei 1 967 Stellen.

Der Euro präsentierte sich am Donnerstag im asiatischen Handel etwas fester. Die europäische Gemeinschaftswährung legte in Tokio auf 1,4065 Dollar zu nach 1,4032 Dollar im späten New Yorker Handel. Zum Yen tendierte der Euro bei 133,71 Yen. Im Vergleich zum Dollar lag die japanische Währung bei 95,07 Yen nach 95,03 Dollar in New York.

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