Internationaler Aktienhandel
Asiens Börsen tendieren zur Wochenmitte uneinheitlich

Die Börsen in Asien haben sich am Mittwoch angesichts des weiter gefallenen Ölpreises uneinheitlich präsentiert. Während die exportorientierten Aktienmärkte in Tokio und Seoul fester darauf reagierten, dass der Ölpreis auf unter 109 Dollar pro Barrel sank, zogen Rohstoffwerte die Börsen in China ins Minus.

HB HONGKONG. Der starke Rückgang der Rohölpreise gab dem Markt in Tokio Auftrieb. Zudem hätten Inflationssorgen nachgelassen, sagten Händler. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index legte um 0,6 Prozent auf 12 689 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix-Index verbesserte sich um 0,7 Prozent auf 1220 Zähler. Auch der Aktienmarkt in Südkorea notierte um 1,4 Prozent fester. Die Börsen in Hongkong, Taiwan, Singapur und der chinesische Leitindex wurden dagegen durch die gefallenen Rohstoffpreise und Konjunktursorgen belastet.

Zu den Gewinnern in Japan zählten Autowerte wie Honda , die besonders stark vom billigeren Ölpreis profitieren. Honda-Aktien kletterten um über vier Prozent. Ebenfalls auf den Kauflisten der Börsianer standen die Anteilsscheine von Fast Retailing mit einem Aufschlag von gut drei Prozent. Der japanische Einzelhändler hatte zuvor solide Umsatzzahlen bekanntgegeben. "Der gefallene Ölpreis hat die Erwartungen an geringere Materialkosten für Unternehmen verstärkt, und auch der Dollarkurs zum Yen stützt den Markt", sagte Yukio Takahashi von Shinko Securities. In Südkorea sorgten die Aussagen des stellvertretenden Finanzministers Shin Je Yoon für Entlastung, dem zufolge das Land mit Schwierigkeiten zu kämpfen habe, es sich aber nicht in einer finanziellen Krise befinde.

Trotz des Übernahmeangebots von Coca-Cola an den Safthersteller China Huiyuan Juice, dessen Aktien daraufhin um über 160 Prozent in die Höhe schossen, zeigte sich die Börse in Hongkong schwächer. Der weltgrößte Getränkekonzern aus den USA will China Huiyuan Juice für 2,3 Mrd. Dollar übernehmen. Die Aktien von Chinas Rohstoffkonzernen wurden allerdings vom Rückgang des Ölpreises belastet. In Taiwan drückten Technologiewerte nach dem negativen Ausblick des US-Computerherstellers Dell für die Branche den Markt.

Die US-Börsen hatten am Dienstag im Minus geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 0,2 Prozent auf 11 516 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,4 Prozent auf 1277 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq tendierte 0,8 Prozent tiefer bei 2349 Punkten. Der kräftige Rückgang des Ölpreis sorgte vor allem bei Energieunternehmen und Ölriesen wie Exxon für Kursverluste.

Der Dollar legte im fernöstlichen Handel zu Euro und Yen deutlich zu. Die europäische Einheitswährung sank auf 1,4447 Dollar und markierte damit ein neues Sieben-Monats-Tief. Angesichts des trüben langfristigen Ausblicks für die Währung und der Ratssitzung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag hätten Händler den Euro abgestoßen, sagten Marktteilnehmer.

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