Internationaler Aktienhandel
Börse Wien: Kräftige Verluste

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Mittwoch bei hohem Volumen mit kräftigen Verlusten beendet. Der ATX fiel 100,53 Punkte oder 2,96 Prozent auf 3 299,49 Punkte.

dpa-afx/apa WIEN. Die Wiener Börse hat die Sitzung am Mittwoch bei hohem Volumen mit kräftigen Verlusten beendet. Der ATX fiel 100,53 Punkte oder 2,96 Prozent auf 3 299,49 Punkte. In ganz Europa ging es nach den von der angeschlagenen Investmentbank Lehman Brothers am Nachmittag vermeldeten Milliardenverlusten am Mittwoch nach unten. Die größten Verluste mussten europaweit Finanzwerte verbuchen. In Wien fielen die Verluste dabei besonders deutlich aus.

Vienna Insurance Group büßten 6,50 Prozent auf 37,82 Euro ein und waren damit der Tagesverlierer im prime market. Die Aktie fiel damit deutlich stärker als andere Versicherungswerte in Europa. "Die Verkäufe sind fundamental kaum begründet", meinte der RCB-Analyst Stefan Maxian in einer ersten Reaktion. Ein möglicher Grund für das Minus könnte der Ausstieg eines größeren Investors sein, so der Analyst.

Nach unten ging es auch für die Uniqa Versicherungen , die Aktie fiel um 4,56 Prozent auf 18,20 Euro. Wie "Die Presse" berichtet, haben mehrere heimische Versicherungen Policen verkauft, die mit einer Kapitalgarantie von Lehman Brothers ausgestattet sind. Größere Verkäufe gab es auch in den Bankwerten. Erste Group fielen um 3,96 Prozent auf 40,04 Euro. Raiffeisen International gaben um 1,96 Prozent auf 72,10 Euro nach.

Sehr schwach zeigten sich unter den ATX-Schwergewichten auch OMV . Die Aktie büßte 4,87 Prozent auf 36,72 Euro ein und markierte damit im Tagesverlauf neue Jahrestiefs. Voestalpine fielen nach dem Kursrutsch vom Vortag um weitere 1,80 Prozent auf 29,95 Euro und notierten damit zum erstmals seit September 2006 unter 30 Euro. "Offensichtlich gibt es immer noch Abgabewillige auf diesem Niveau, man muss abwarten ob hier ein Boden zu finden ist", sagte ein Händler.

Auch Verbund setzten ihre Korrektur fort und verloren 5,66 Prozent auf 41,80 Euro. Europaweit kamen Versorger am Mittwoch unter Druck. Sehr schwach zeigten sich in Wien auch viele Immobilienwerte. So büßten CA Immo Anlagen 4,90 Prozent auf 9,89 Euro ein.

Gegen den Trend gesucht waren am Mittwoch Schoeller-Blackmann und beendeten den Handel mit einem Plus von 2,98 Prozent auf 54,94 Euro. Wienerberger legten 1,18 Prozent auf 18,02 Euro zu. Post AG stiegen um 1,22 Prozent auf 24,12 Euro.

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