Internationaler Aktienhandel
Börse Zürich: Verluste auf breiter Front

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch mit Verlusten auf breiter Front geschlossen. Händler verwiesen auf Gewinnmitnahmen nach den starken Kursaufschlägen vom Vortag. Zudem sei die jüngste Euphorie nach dem fallenden Ölpreis wieder etwas gewichen.

dpa-afx ZÜRICH. Die Handelsvolumina seien insgesamt dünn ausgefallen, meinte ein Händler, entsprechend hätten einzelne Werte deutliche Schwankungsbreiten gezeigt. Der SMI sank 0,57 Prozent auf 7 256,63 Punkte. Der SLI verlor 0,60 Prozent auf 1 089,21 Zähler und der SPI gab 0,56 Prozent auf 6 082,23 Punkte.

Im späteren Verlauf sorgten die Daten zu den US-Auftragseingängen kurzzeitig für eine Erholung. Diese waren im Juli mit 1,3 Prozent deutlich über den Prognosen ausgefallen. Zugleich wurde der Auftragseingang für Juni nach oben revidiert. Dennoch vermochten die Zahlen nur kurz zu beleben. Im Handel wurde auf die hohe Volatilität bei den Auftragseingängen verwiesen, diese relativiere die Aussagekraft der Daten. Von einer Kehrtwende könne daher noch keine Rede sein.

Mit den größten Verlusten schlossen im SMI schlossen Ciba mit einem Minus von 3,3 Prozent auf 30,12 Franken sowie Clariant mit einem Rutsch um 2,6 Prozent auf 10,40 Franken. Am Vortag noch hatten die Titel aufgrund des Rückgangs beim Ölpreis haussiert. Die Anleger würden sich langsam an den fallenden Ölpreis gewöhnen, hieß es dazu im Handel. Bei Clariant kam als zusätzliche Belastung eine Rating- und Preiszielsenkung durch Helvea hinzu.

Ebenfalls am Tabellenende schlossen Swiss Life mit einem Minus von 2,5 Prozent auf 199,90 Franken. Auch Swiss Re verloren 1,5 Prozent auf 68,85 Franken. ZFS gaben 1,5 Prozent auf 288,00 Franken ab und Baloise verloren 1,2 Prozent auf 94,15 Franken. Damit hatte sich auch bei den Versicherungswerten der Kurstreiber des Vortages - ein günstiger Verlauf des Sturms "Gustav" - größtenteils verflüchtigt.

Überdurchschnittlich verkauft wurden auch Credit Suisse, die 0,9 Prozent auf 51,95 Franken verloren, während sich UBS mit plus 2,4 Prozent auf 24,56 Franken auf positivem Terrain hielten. UBS hatten sich im späten Geschäft an die Tabellenspitze gesetzt - beflügelt von Aussagen aus dem Bankmanagement am Privat Banking Summit in Zürich, wonach keine Geschäftsbereiche der Bank zur Disposition stünden. Der Kommentar sei am Markt positiv zur Kenntnis genommen worden, da er darauf hindeute, dass es keinen dringenden Kapitalbedarf bei der UBS gebe, hieß es.

Julius Bär schlossen mit minus 0,1 Prozent auf 68,25 Franken kaum verändert. Morgan Stanley hat das Kursziel für die Aktien auf 81 (91) Franken gesenkt, das "Overweight"-Rating aber bestätigt.

Auf der Gewinnerseite schlossen neben UBS nur noch Givaudan . Die Titel stiegen 1,1 Prozent auf 945,50 Franken. Swisscom legten 0,6 Prozent auf 360,00 Franken zu und Lonza gewannen 0,5 Prozent auf 157,60 Franken.

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