Internationaler Aktienhandel
Börsen Osteuropa: Keine klare Richtung

Die wichtigsten osteuropäischen Börsen haben am Montag uneinheitlich geschlossen. Während die Prager Börse nach den starken Verlusten in der Vorwoche mit Aufschlägen aus dem Handel ging, schloss die Börse in Warschau kaum verändert und der Aktienmarkt in Budapest schwach.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Der Prager Leitindex PX legte 2,54 Prozent auf 864,20 Punkte zu. Der Umsatz in Aktien belief sich auf das geringe Volumen von 2,8 (Mittwoch: 6,5) Mrd. tschechische Kronen. Die Aktien von New World Resources und Vienna Insurance Group setzten allerdings den Abwärtstrend der Vorwoche fort. New World Resources (NWR) brachen um 6,24 Prozent auf 103,60 Kronen ein. Das Unternehmen hatte am Montagmorgen mitgeteilt, 25 Prozent an der ukrainischen Eisenerz-Mine Ferrexpo erwerben zu wollen. Der Mehrheitseigentümer Rpgi hatte die Anteile der Mine für 163,3 Mill. Euro angeboten. Ferrexpo kontrolliert eine der größten Eisenerzmine in Europa, deren Produktionskosten gering sind. Analysten sehen Nwrs Strategie zum Kauf des Anteils positiv. Ferrexpos Eisenspäne und Nwrs Kokskohle sind das Rohmaterial für die Stahlproduktion. Der Deal solle allerdings noch von Investorenseite angenommen werden.

Vienna Insurance Group (VIG) schlossen am unteren Ende des Kurszettels bei minus 6,50 Prozent auf 495,10 Kronen. Banktitel legten nach Verlusten im zweistelligen Prozentbereich am Montag wieder zu. Erste Group Bank führten mit plus 7,30 Prozent auf 551,00 Kronen die Gewinnerliste an. Komercni Banka verbuchten leichte Zuwächse von 0,48 Prozent auf 2 582,00 Kronen.

Das höchste Handelsvolumen verbuchten am Montag erneut die Anteilsscheine des Energieversorgers Ceske Energeticke Zavody (CEZ) . CEZ-Aktien gewannen 4,16 Prozent auf 777,00 Kronen. Unipetrol stiegen um 4,33 Prozent auf 142,10 Kronen. Orco Property Group machten einen Teil der Verluste von Freitag wieder gut und gewannen 4,34 Prozent auf 298,10 Kronen. Die Aktien des Multimediaanbieters Cetv schlossen mit Kursgewinnen von 3,28 Prozent auf 662,10 Kronen.

Der WIG-20 ging in Warschau fast unverändert bei minus 0,01 Prozent auf 1 778,83 Zählern aus dem Handel. Der breiter gefasste WIG-Index schloss um 0,16 Prozent oder 45,28 Punkte stärker auf 28 670,13 Einheiten. Das Handelsvolumen fiel auf 1,3 (Freitag: 2,0) Mrd. Zloty.

Die Liste der Kursverlierer führten Aktien des Kupfer-und Silberherstellers Kghm Polska Miedz an. Sie schlossen mit minus 4,25 Prozent auf 26,33 Zloty. Kghm plant eine Kooperation mit Hutmen SA für den Bau einer Kupfer verarbeitenden Anlage. Hutmen habe das nötige Know-how für die Durchführung des Projektes, so Analysten. Sie meinen, das Projekt bedeute eine Ausweitung von Kghms Geschäftsfeld. Vor dem Hintergrund der Finanzkrise und fallender Kupferpreise sehen sie jedes Investment als riskant. Kghm und Hutmen haben bereits den Letter of Intent unterzeichnet.

Bank Pekao verloren weiterhin und notierten mit minus 4,24 Prozent auf 122,00 Zloty. PKO Bank rutschten um weitere 2,06 Prozent auf 28,60 Zloty ab. BRE Bank stiegen 0,38 Prozent auf 184,70 Zloty. BRE Bank folgte den Beispielen am polnischen Bankenmarkt und erhöhten die Zinsen für neue Kredite.

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