Internationaler Aktienhandel
Europa-Börsen: Auf Jahreshochs folgen Gewinnmitnahmen

Nach den Jahreshochs zum Abschluss der vergangenen Woche haben die wichtigsten europäischen Aktienindizes am Montag leichte Gewinnmitnahmen verzeichnet. Besonders schwach präsentierten sich dabei Automobilwerte mit dem Rutsch der Volkswagen-Stammaktien sowie Rohstofftitel.

Paris/London (dpa-AFX) - Nach den Jahreshochs zum Abschluss der vergangenen Woche haben die wichtigsten europäischen Aktienindizes am Montag leichte Gewinnmitnahmen verzeichnet. Besonders schwach präsentierten sich dabei Automobilwerte mit dem Rutsch der Volkswagen-Stammaktien sowie Rohstofftitel.

Der Eurostoxx 50 schloss 0,47 Prozent tiefer auf 2 693,61 Zählern. Der Pariser CAC-40-Index sank um 0,47 Prozent auf 3 504,54 Punkte. Der Ftse 100 in London büßte 0,20 Prozent ein auf 4 722,20 Punkte.

Nach einer Abstufung durch die HSBC auf "Underweight" rutschten VW Stämme mit minus 7,52 Prozent auf 233,04 Euro an das Ende des Eurostoxx 50. Auch Daimler sanken nach einer negativen Studie um 3,69 Prozent 32,34 Euro. Morgan Stanley hatte die Papiere ebenfalls auf "Underweight" gesenkt. Die deutschen Autotitel standen für gut ein Drittel der Punktverluste des Leitindex und drückten auch den Branchenindex deutlich ins Minus.

Daneben fiel insbesondere der Rohstoffsektor mit Verlusten auf. Stahltitel von Arcelormittal verbilligten sich um 2,02 Prozent auf 25,77 Euro. Im "Footsie" sackten Rio Tinto nach Industriespionagevorwürfen aus China um 3,24 Prozent auf 2 378,38 Britische Pence ab. Der Bergbaukonzern habe jahrelang chinesische Unternehmen ausspioniert, woraus durch zu hohe Zahlungen für Eisenerz ein hoher Milliardenschaden entstanden sei, hieß es in einem Bericht des chinesischen Staatsschutzes. Aktien des Silber- und Goldproduzenten Fresnillo verloren gar 4,02 Prozent auf 608,50 Pence. Anteile von Xstrata , Randgold , Eurasian Natural und Kazakhmys komplettierten mit sehr schwachen Kursen das negative Branchenbild.

Die meisten Versicherer entzogen sich dagegen dem Trend. Friends Provident schossen im britischen Leitindex um 6,99 Prozent auf 75,00 Pence an die Spitze. Der britische Lebensversicherer hatte am Morgen Gespräche über eine Übernahme durch den Konkurrenten Resolution bestätigt. In einem neuen Angebot bietet Resolution 0,9 eigene Aktien für einen Friends Provident-Anteil. Dieses Angebot sei deutlich besser als zuvor und rechtfertige neue Gespräche, so Friends Provident. Kreisen zufolge könnte die Übernahme bereits am Dienstag bekannt gegeben werden. Resolution-Papiere verteuerten sich um 0,85 Prozent auf 89,00 Pence.

Andere Finanzitel entwickelten sich uneinheitlich. Spitze im Eurostoxx waren Intesa Sanpaolo mit plus 3,00 Prozent auf 2,92 Euro, gefolgt von Fortis , ING . Lloyds Banking Group verloren in London als schwächster Wert dagegen 4,03 Prozent auf 97,89 Pence. Die "Sunday Times" hatte berichtet, die britische Bank denke über eine mehrere Mrd. Pfund schwere Kapitalerhöhung nach. In Zürich büßten UBS 0,24 Prozent auf 16,30 Schweizer Franken ein. Die Einigung zwischen der Großbank und der US-Steuerbehörde lässt immer noch auf sich warten. Beide Konfliktparteien hätten am Freitag das Gericht in Miami um zusätzliche Verhandlungszeit gebeten, hatte der zuständige Richter Alan Gold mitgeteilt.

Aktien von Publicis Groupe kletterten im Euronext 100 um 4,30 Prozent auf 25,970 Euro. Der Softwarekonzern Microsoft will seine Online-Marketingagentur Razorfish für mehr als eine halbe Milliarde Dollar an den französischen Werberiesen verkaufen. Publicis zahlt 530 Mill. Dollar (374 Mill. Euro) in einem Mix aus Aktien und Bargeld, wie die zwei Unternehmen am Sonntag gemeinsam mitteilten.

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