Internationaler Aktienhandel
Europa-Börsen: Banken- und Rohstoffwerte ziehen Indizes hoch

Beflügelt von deutlichen Kursgewinnen bei Banken- und Rohstofftiteln sind die europäischen Aktienmärkte am Donnerstag nach einem verhaltenen Start klar ins Plus geklettert. Der Leitindex Eurostoxx 50 stand am Mittag 0,81 Prozent höher bei 2 281,22 Zählern.

dpa-afx PARIS/LONDON. Beflügelt von deutlichen Kursgewinnen bei Banken- und Rohstofftiteln sind die europäischen Aktienmärkte am Donnerstag nach einem verhaltenen Start klar ins Plus geklettert. Der Leitindex Eurostoxx 50 stand am Mittag 0,81 Prozent höher bei 2 281,22 Zählern. Der Londoner Ftse 100 stieg um 1,23 Prozent auf 4 032,81 Punkte und der CAC-40-Index gewann in Paris 0,85 Prozent auf 3 011,11 Zähler.

Einige Unternehmen rücken im europäischen Handel unterdessen mit Zahlen in den Fokus. Danone-Aktien legten nach Eckdaten zum ersten Quartal 0,97 Prozent auf 37,490 Euro zu. Der französische Lebensmittelkonzern meldete am Morgen einen Umsatzrückgang, bestätigte aber die Prognosen für das Gesamtjahr. Börsianer sahen die Daten in einer ersten Reaktion am Morgen "unter den Erwartungen". Zuletzt hätten die Aktien aber kaum an der Markterholung teilgenommen und entsprechend dürften die Erwartungen niedrig gewesen sein.

Am Mittag legte Nokia dann Zahlen für das erste Quartal vor, die laut Händlern auf den ersten Blick "schlechter als erwartet" ausfielen. Die Aktie des weltgrößten Handyherstellers rutschte zunächst ab, kletterte dann aber mit 1,68 Prozent ins Plus auf 10,300 Euro. Nokia hält an seiner Jahresprognose fest. Mit Spannung würden nun auch die Zahlen von Jpmorgan am Nachmittag erwartet.

Bankenwerte führten die Indizes unterdessen laut Händlern nach oben. Im Eurostoxx50 kletterten Deutsche Bank mit plus 4,19 Prozent auf 38,565 Euro an die Spitze, Societe Generale legten 2,38 Prozent auf 37,625 Euro zu. In London standen Royal Bank of Scotland (RBS) mit einem Aufschlag von 7,58 Prozent auf 29,75 Pence zusammen mit Lloyds Banking Group , deren Aktien 7,02 Prozent auf 90 Pence zulegten, an der "Footsie"-Spitze. Credit Suisse legten in Zürich 5,05 Prozent auf 39,08 Franken zu.

Im Technologiesektor verbilligten sich Stmicroelectronics um 1,30 Prozent auf 4,550 Euro. Händler verwiesen auf die deutlich gekürzte Dividende. Günther Hollfelder, Analyst bei Unicredit, sagte: "Die Dividendenkürzung ist stärker als erwartet. Nichtsdestotrotz steht das Unternehmen weiter dazu Barmittel an die Aktionäre auszuschütten und dies ist in der aktuellen Situation für ein Halbleiterunternehmen positiv." Für Dassault Systemes ging es um 3,83 Prozent auf 28,745 Euro runter. Aktienhändler rechnen nach den Aussagen des Softwareanbieters zum ersten Quartal mit einer Reduzierung der Prognose für das Gesamtjahr.

Rohstoffwerte im Allgemeinen und Stahltitel im Besonderen zählten unterdessen zu den Favoriten. Arcelormittal legten im Kielwasser einer positiven Studie und dank guter Vorgaben 3,55 Prozent auf 20,700 Euro zu. Die Credit Suisse stufte den Stahlsektor unter anderem wegen einer Erholung der Wirtschaft in China von "Market-Weight" auf "Overweight" hoch. Zudem werde die Branche derzeit fast auf historischen Tiefständen bewertet. Hinzu komme die gute Vorgabe für den Sektor, ergänzte ein Börsianer, nachdem die Stahlwerte am Vorabend in den USA und auch im asiatischen Handel zu den Favoriten gezählt hätten. Zudem legten Minenwerte in London kräftig zu. Xstrata-Aktien verteuerten sich um 3,92 Prozent auf 596 Pence, Rio Tinto legten 2,57 Prozent auf 2 432 Pence zu.

In Zürich rutschten Sulzer um 3,23 Prozent auf 61,400 Schweizer Franken ab. Der am Morgen vorgelegte Auftragseingang des Industrieunternehmens für das erste Quartal erfüllte Börsianern zufolge die Erwartungen des Marktes nicht ganz. Allerdings hatte das Papier zwischenzeitlich auch bereits positives Terrain erreicht, nachdem die Aktie am Vortag bereits in Erwartung der Zahlen bereits abgerutscht war. Roche legten 1,40 Prozent auf 151,80 Franken zu. Der Pharmakonzern erzielte im ersten Quartal des laufenden Jahres ein Umsatzplus von sieben Prozent. Einen angepassten Ausblick für das laufende Jahr will der Konzern aufgrund der vollständigen Übernahme der US-amerikanischen Biotech-Tochter Genentech erst zum Halbjahr geben.

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