Internationaler Aktienhandel
Gewinnmitnahmen belasten Schweizer Aktienmarkt

Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Montag mit Verlusten abgeschlossen. Nach dem Börsenrally der letzten Wochen haben in einem impulslosen Geschäft Gewinnmitnahmen und Konjunktursorgen belastet. Letztere wurden mit dem Ausweis des US-Beschäftigungsindikators am Nachmittag etwas gemildert.

dpa-afx ZÜRICH. Der US-Beschäftigungsindikators ist im Mai erstmals seit 16 Jahren wieder angestiegen. Diese Nachrichten reduzierten im Leitindex SMI die Abgaben und führten diesen für kurze Zeit sogar in die Gewinnzone.

Bis Börsenschluss sank der Swiss Market Index (SMI ) um 0,13 Prozent auf 5 391,72 Punkte. Der Swiss Leading Index (SLI ) profitierte weniger von der Unterstützung der Schwergewichte und gab um 0,76 Prozent auf 826,61 Punkte nach. Der breite Swiss Performance Index (SPI ) verlor 0,15 Prozent auf 4 660,94 Punkte.

Am Ende haben allerdings die Kursverluste der meisten Finanztitel und Zykliker den Index zu stark belastet. Dagegen konnten auch die festeren Notierungen bei den defensiven Schwergewichten Novartis , Roche Holding und Nestle nichts ausrichten. Wie sich der Markt weiterentwickle, sei insbesondere von Konjunkturdaten abhängig, hieß es. Unter anderem wird diese Woche aus den USA der Konjunkturbericht "Beige Book" der amerikanischen Notenbank erwartet. Im Fokus stünden aber auch die Entscheide über erste Rückzahlungen von US-Banken von staatlichen Hilfsgeldern.

Die größten Abgaben verzeichneten bei den Bluechips die Titel von Julius Bär (-4,5 Prozent). Händler berichteten von Umschichtungen in Papiere anderer Vermögensverwalter. Eine Kurszielerhöhung durch Helvea fand am Markt kaum Beachtung, ebensowenig die bestätigte Kaufempfehlung der Bank Berenberg.

Gewinnmitnahmen prägten auch andere Finanztitel. CS (-1,8 Prozent), ZFS (-1,6 Prozent), Swiss Re (-1,2 Prozent) oder UBS (-1,1 Prozent) büßten nach den Kursgewinnen der letzten Wochen überdurchschnittlich an Wert ein. Bei UBS beschäftigt derzeit die Rolle des Bundes den Markt. Am (morgigen) Dienstag läuft die Haltefrist für die UBS Pflichtwandelanleihe des Bundes über sechs Mrd. Franken aus. Am Markt kursieren seit Tagen diverse Gerüchte zu diesem Thema.

ABB gaben nach einer Rückstufung durch die Société Générale auf "Sell" um 3,1 Prozent nach. Aber auch andere konjunkturabhängige Aktien wie jene von Logitech (-3,4 Prozent), Richemont (-3,3 Prozent) oder OC Oerlikon (-2,8 Prozent) gehörten zu den größten Verlierern im SMI /SLI .

Adecco kletterten dagegen um 0,4 Prozent in die Höhe. Hier hat die Royal Bank of Scotland das Kursziel leicht angehoben. Swiss Life Holding legten, ohne Nachrichten zum Unternehmen, gar um 1,7 Prozent zu. Diese beiden Titel bildeten bei den ansonsten schwachen Zyklikern und Finanztitel die Ausnahme.

Sieger im SMI waren mit einem Plus von 1,7 Prozent die Aktien von Novartis . Der Pharmakonzern hatte vorbörslich über positive Resultate einer Phase-II-Studie mit dem Medikament Afinitor berichtet. Zum Kursanstieg verhalf aber auch der defensive Charakter des Papiers.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%