Internationaler Aktienhandel
Kräftige Gewinne an Osteuropas Börsen

Die Börsen in Osteuropa sind am Montag mit teils kräftigen Gewinnen in die neue Woche gestartet. Besonders stark ging es in Budapest nach oben – hier hatte die Börse nach zwei Feiertagen Nachholbedarf.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. In Budapest kletterte der BUX nach zwei Feiertagen in der vergangenen Woche um deutliche 6,6 Prozent auf 19 416,66 Zähler und damit auf ein Hoch seit September 2008. Für zusätzlichen Auftrieb sorgte in Budapest eine Leitzinssenkung. Die ungarische Notenbank hat am Berichtstag ihren Leitzins um 50 Basispunkte auf acht Prozent gesenkt. Finanzexperten rechnen bis zum Jahresende 2009 mit einem Leitzins von 7,5 Prozent und mit sechs Prozent bis Ende 2010.

Die Immobilienwerte von Fotex Reszvenytarsasag gingen mit einem Plus von 5,74 Prozent bei 442 Forint aus dem Handel. Vor dem verlängerten Wochenende hatte das Unternehmen aktuelle Ergebnisse vorgelegt. Im vergangenen ersten Halbjahr konnte das Unternehmen seinen Periodenüberschuss gegenüber dem Vorjahr um 35,5 Prozent auf 2,93 Mrd. Forint steigern. Auf der Gegenseite gab der Umsatz im Jahresvergleich um 10,4 Prozent auf 18,28 Mrd. Forint nach.

Unter den Index-Schwergewichten gewannen Mol 3,78 Prozent auf 14 400 Forint. Angesichts höherer Rohölpreise waren europaweite die Ölwerte gut gesucht. Die Titel von OTP Bank schlossen mit einem Kursgewinn von 9,86 Prozent bei 4 999 Forint. Die Analysten von Nomura haben ihr Kursziel um 26 Prozent auf 5 800 Forint angehoben. Daneben verteuerten sich Magyar Telekom um 5,88 Prozent auf 756 Forint und Richter Gedeon um 6,56 Prozent auf 39 195 Forint.

Banken in Warschau gefragt

Auch in Warschau gab es deutliche Gewinne, der WIG-20 stieg um 2,45 Prozent auf 2 289,44 Zähler. Der breiter gefasste WIG-Index schloss mit einem Aufschlag von 2,19 Prozent bei 38 744,26 Punkten.Zum Wochenauftakt schlossen die polnischen Bankenwerte zum Teil an ihre Kurssprünge vom vergangenen Freitag erfolgreich an. Die Bankenwerte von BRE stiegen um 6,7 Prozent auf 259,70 Zloty und Bank Zachodni gewannen 5,3 Prozent auf 137,90 Zloty. Des Weiteren verteuerten sich Pekao um 6,4 Prozent auf 150,00 Zloty und Bank Polski um 2,9 Prozent auf 35,99 Zloty.

Größter Gewinner im WIG-20 waren die Aktien der Mediengruppe Agora mit einem Plus von 7,9 Prozent auf 25,00 Zloty. Auf der Gegenseite schlossen die Anteilsscheine der polnische Sparte des Softwareunternehmens Asseco lediglich mit einem Plus von 0,7 Prozent bei 61,95 Zloty. Medienberichten zufolge wird das Unternehmen aufgrund der Bedenken einiger Investoren in diesem Jahr doch nicht mit seinem slowakischen Schwester-Unternehmen fusionieren. Der Plan könnte im kommenden Jahr wieder aktiviert werden wurde ferner bekannt. Die Ölwerte von Lotus gingen ebenfalls nur mit einem leichten Plus von 0,7 Prozent bei 24,96 Zloty aus dem Handel. Einem Zeitungsbericht zufolge erwartet der Lotus-Chef Pawel Olechnowicz ein positives Halbjahresergebnis.

Krätiges Plus in Prag

An der Prager Börse stieg der Leitindex PX mit einem kräftigen Aufschlag von 4,94 Prozent auf 1 195,70 Zähler. Unter den PX-Werte konnten einige Aktien mit massiven Gewinnen aus dem Handel gehen. So schlossen die Immobilienwerte von Orco mit einem Plus von 11,03 Prozent bei 302,00 Kronen und somit an der Spitze des Leitindex. Die Aktien des Mitbewerbers ECM verteuerten sich um 5,38 Prozent auf 389,90 Kronen.

Mit unterschiedlicher Tendenz präsentierten sich die Bankenwerte. Während die Anteilsscheine der Komercni Banka mit lediglich einem leichten Plus von 1,16 Prozent bei 3 500,00 Kronen aus dem Handel gingen, zählten die Erste Group-Werte bereits im Frühhandel zu den größten Gewinnern am tschechischen Aktienmarkt und waren hauptverantwortlich für die Zugewinne im Leitindex. Zu Handelsende notierten die Wertpapiere mit einem Kursplus von 9,34 Prozent bei 778,50 Kronen. Vor dem Hintergrund von gestiegenen Rohstoffpreisen standen die Rohstoffwerte europaweit auf den Einkaufslisten der Investoren. In Prag gewannen New World Resources (NWR) 8,77 Prozent auf 160,99 Kronen und Unipetrol 7,92 Prozent auf 140,30 Kronen.

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