Internationaler Aktienhandel
Nikkei: Gewinnmitnahmen bremsen Aufschwung aus

Die Börsen in Fernost haben sich am Donnerstag uneinheitlich präsentiert. In Tokio drückten Gewinnmitnahmen im Handelsverlauf die Kurse und stoppten den anfänglichen Aufwärtstrend, der von Exportwerten infolge des schwächeren Yen gestützt worden war.

HB TOKIO/HONGKONG. Die andauernde Sorge um die japanische Konjunktur überwog im japanischen Aktienhandel am Donnerstag am Ende den positiven Effekt der jüngsten Abschwächung des Yen zum Dollar. So schloss in Tokio der 225 Werte umfassende Nikkei-Index nahezu unverändert bei 7 457 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,4 Prozent auf 742 Zählern. Auch die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong und Singapur sowie der chinesische Leitindex tendierten schwächer, während die Börse in Taiwan zulegen konnte.

Am japanischen Aktienmarkt konnten vor allem die Anteilsscheine von Nissan zulegen. Der drittgrößte Autobauer des Landes will nach eigenen Angaben seine Produktionskürzungen in Japan im März wieder verringern, da die bisherigen Einschnitte Wirkung gezeigt hätten.

Nissan-Aktien gewannen 2,3 Prozent. Dagegen stürzten die Papiere von Advantest um rund 13 Prozent ab. Der Hersteller von Testausrüstung für Speicherchips warnte vor einem Rekordverlust im Geschäftsjahr von über 800 Millionen Dollar.

Auch die Aktien des Pharmakonzerns Daiichi Sankyo verloren fast zehn Prozent. Die US-Aufsichtsbehörde hatte erklärt, der indische Generikahersteller Ranbaxy Laboratories, an dem Daiichi eine Mehrheitsanteil hält, habe Daten gefälscht.

An der New Yorker Wall Street war der Dow-Jones-Index der Standardwerte am Mittwoch nach nur einem Tag Erholung wieder um ein Prozent ins Minus auf 7 270 Punkte gerutscht. Im Verlauf pendelte er zwischen 7 156 und 7 349 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 verlor ebenfalls ein Prozent auf 764 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 1,1 Prozent auf 1 425 Punkte nach.

Der Euro legte in Fernost gegenüber dem Dollar leicht zu und kostete 1,2717 Dollar. Der Dollar kletterte gegenüber der japanischen Währung um 0,4 Prozent auf 97,76 Yen. Im Vormittagshandel hatte die US-Währung mit 97,88 Yen ein Drei-Monats-Hoch erreicht.

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