Internationaler Aktienhandel
Osteuropa-Börsen schließen uneinheitlich

Die osteuropäischen Börsen sind am Montag uneinheitlich in die neue Handelswoche gestartet. Während Warschau und Prag wie die anderen europäischen Börsen Verluste hinnehmen mussten und damit an die Entwicklung vom vergangenen Freitag anknüpften, konnte sich die Börse in Budapest gegen den negativen Trend stemmen

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Der Warschauer Aktienmarkt ging angesichts einer anhaltend schwachen Stimmung bereits die dritte Sitzung in Folge mit schwächerer Tendenz aus dem Handel. Der Leitindex WIG-20 gab um deutliche 3,91 Prozent auf 1 532,55 Punkte nach. Der breiter gefasste WIG-Index verlor 3,15 Prozent auf 23 908,36 Zähler.

Unter den Einzelwerten litten BRE Bank zusätzlich unter einer negativen Analysteneinschätzung. Die Experten von UBS revidierten ihr Kursziel für die Aktie der Commerzbank-Tochter um 27 Prozent auf 128 Zloty. BRE-Papiere fielen massiv um 8,02 Prozent auf 126 Zloty.

Die Aktien des führenden polnischen Ölunternehmens Polski Koncern Naftowy Orlen verbilligten sich um 4,73 Prozent auf 21,34 Zloty. Papiere des Raffinerie-Unternehmens Grupa Lotos sackten um 7,05 Prozent auf 7,25 Zloty ab, nachdem der Rohölpreis etwas gesunken war.

Getin Holding rutschten um fast zehn Prozent auf 3,35 Zloty ab. Moody"s kündigte einen Ratingabstufung für den Finanzdienstleister an. Stark unter Verkaufsdruck präsentierten sich auch Stalexport Autostrady mit einem Kurseinbruch von 10,36 Prozent auf 1,73 Zloty.

Die Prager Börse startete ebenfalls schwächer in die neue Handelswoche. Der Leitindex PX gab um 1,33 Prozent auf 763,90 Punkte nach. Das international negative Börsenumfeld belastete zum Wochenauftakt auch den tschechischen Markt, hieß es aus dem Handel. Der globale Referenzindex Msci World Index hatte einen historisch schwachen Jahresstart und verlor im Januar fast zehn Prozent.

Erneut auf den Verkaufslisten der Investoren standen Werte aus dem Finanzbereich. Komercni Banka rutschten um 3,75 Prozent auf 2 334 Kronen ab. Die Analysten von Atlantik Financial Market kappten ihr Kursziel für die Societe-Generale-Tochter von 4 125 auf 3 639 Kronen. Erste Group verloren 0,40 Prozent auf 321,50 Kronen.

Die Aktien des Immobilienunternehmens Orco Property konnten sich gegen den negativen Trend behaupten. Sie gingen unverändert bei 234,00 Kronen aus dem Handel.

Titel von Ceske Energeticke Zavody (CEZ) sackten ungeachtet einer positiven Analysteneinschätzung um 3,05 Prozent auf 730,50 Kronen ab. Der Energieverbrauch ging im Dezember um 3,8 Prozent zurück, nachdem im November der Konsumrückgang noch fast acht Prozent betragen hatte. Die Analysten von Wood bewerteten dies positiv für CEZ.

Dagegen ging die Budapester Börse nach den jüngsten Verlusten zum Wochenstart wieder fester aus dem Handel. Der BUX legte um 1,91 Prozent auf 11 735,82 Punkte zu. Gegen den negativen internationalen Trend konnte sich der ungarische Markt damit etwas erholen. Auch eine negative Einschätzung von Länderrisiken vor dem Hintergrund der internationalen Wirtschaftskrise konnte in Budapest nicht belastet. 2008 hat die Kontrollbank-Tochter Prisma Kreditversicherung insgesamt 16 Staaten herabgestuft, darunter Ungarn, Bulgarien, Rumänien und Litauen.

Klar auf dem Weg nach oben präsentierten sich einige Schwergewichte. Richter-Gedeon-Aktien zogen um fast vier Prozent auf 27 585 Forint an. Aus dem Finanzbereich verteuerten sich OTP Bank um 1,37 Prozent auf 2 361 Forint. Magyar Olay es Gazipari (Mol) verteuerten sich um 2,65 Prozent auf 9 650 Forint.

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