Internationaler Aktienhandel
Osteuropabörsen: Finanzwerte unter Druck

Die wichtigsten osteuropäischen Börsen haben vor dem Wochenende uneinheitlich geschlossen. Während der Prager Leitindex mit Gewinnen aus dem Handel ging, schlossen die Börsen in Warschau und Budapest im Minus.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Börsen haben vor dem Wochenende uneinheitlich geschlossen. Während der Prager Leitindex mit Gewinnen aus dem Handel ging, schlossen die Börsen in Warschau und Budapest im Minus. Die Nachrichten über den Milliardenverlust bei der US-Hypothekenbank Fannie Mae setzten insbesondere die Bankwerte unter Druck.

In Prag stieg der Leitindex PX 0,20 Prozent auf 1 453,50 Punkte. Der Umsatz in Aktien belief sich auf 3,11 (Vortag: 4,44 Mrd.) Mrd. tschechische Kronen.

Aktien von Orco Property gaben nach, nachdem sie am Vortag schon um fast acht Prozent eingebrochen waren. Sie fielen um 0,47 Prozent auf 555,50 Kronen. Die Immobiliengruppe hat vorläufige Zweitquartalsergebnisse präsentiert, die einen leichten Aufwärtstrend signalisieren.

Unipetrol sanken um 2,26 Prozent auf 197,05 Kronen. Die Anteilsscheine des größten tschechischen Raffinerieunternehmens sanken nach der Ankündigung, dass das Kralupy-Werk im Jahr 2009 für eine bestimmte Zeit stillgelegt werden soll. Darüber hinaus rechnen von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Analysten im Schnitt mit einem Ergebnisrückgang von 61 Prozent im zweiten Quartal im Jahresvergleich.

New World Resources (NWR) stiegen um 1,38 Prozent auf 463,80 Kronen. Das Unternehmen unterzeichnete einen Kaufvertrag für die tschechische Viamont Cargo. Experten sehen in dem Kauf einen strategisch sinnvollen Schritt, um die Auslieferung der produzierten Güter zu garantieren und vor eventuellen Transportausfällen zu schützen.

In Warschau sank der Leitindex WIG-20 um 0,90 Prozent auf 2 608,95 Punkte. Der breiter gefasste WIG-Index verlor 0,67 Prozent auf 40 651,79 Einheiten. Das Handelsvolumen betrug 1,6 Mrd. (Vortag: 1,21 Mrd.) Zloty.

BRE Bank sanken 1,3 Prozent auf 370 Zloty und Bank Zachodni fielen um 2,7 Prozent auf 160,50 Zloty. PKO Bank gaben um 1,8 Prozent nach und schlossen bei 49,02 Zloty. PKO präsentierte am Freitag Halbjahreszahlen, die großteils im Einklang mit den Erwartungen der Analysten waren. Das Nettoergebnis im zweiten Quartal stieg im Jahresvergleich um 46,8 Prozent, sank aber im Vergleich zum vergangenen Quartal um 5,7 Prozent.

Auch die Anteilsscheine der Bank Pekao schlossen um 2,8 Prozent leichter bei 181,70 Zloty. Das Investmenthaus Wood & Co stufte die Aktie von "Hold" auf "Sell". Titel des Kupferkonzerns Kghm Polska Miedz sanken 3,8 Prozent auf 73,80 Zloty nachdem der Kupferpreis in London aufgrund Anzeichen einer schwächelnden Nachfrage nach Industriemetallen gefallen war.

In Budapest sank der Leitindex BUX um 1,07 Prozent auf 20 969,58 Punkte. Es wurden Aktien im Gesamtwert von 22,0 (Vortag: 25,75) Mrd. Forint gehandelt.

An der Budapester Börse verloren OTP Bank 3,80 Prozent auf 7 050 Forint und zogen den BUX ins Minus. Auch die Titel der FHB Bank fielen um 0,49 Prozent auf 1 202 Forint. Damit zeigten sich die Anteilsscheine vom Halbjahresergebnis der Bank unbeeindruckt. Das Ergebnis nach Steuern stieg um 24 Prozent auf 3,5 Mrd. Forint.

Magyar Olay es Gazipari (Mol) sanken um 0,52 Prozent auf 18 005 Forint und Magyar Telekom verloren 1,36 Prozent auf 794 Forint. Richter Gedeon stiegen allerdings um 3,41 Prozent auf 32 425 Forint und reagierten damit nicht auf die jüngste Studie der Analysten von KBC. Die Analysten stuften die Richter-Aktie nach den Zweitquartalszahlen von "Buy" auf "Hold" ab. Das Nettoergebnis des Pharmakonzerns hatte sich im Jahresvergleich um 72,4 Prozent auf 2,9 Mrd. Forint verschlechtert.

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