Internationaler Aktienhandel
Osteuropas Börsen schließen uneinheitlich

Die wichtigsten osteuropäischen Börsen haben am Dienstag uneinheitlich geschlossen. Während Warschau sich dem negativen gesamteuropäischen Trend erfolgreich entgegenstemmte, ging es an den Aktienmärkten in Prag und Budapest nach unten.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. In Warschau stieg der WIG-20-Index um 1,60 Prozent auf 1 401,92 Zähler. Der breiter gefasste WIG-Index gewann 1,05 Prozent auf 21 999,05 Punkte. Die Titel von Azoty Tarnow fielen zum dritten Mal in Folge und schlossen 1,3 Prozent tiefer bei 8,28 Zloty. Der Chemikalienproduzent gab bekannt, dass der Nettogewinn im vierten Quartal um 30 Prozent auf 4,59 Mill. Zloty gefallen war. Budimex gewannen hingegen 1,6 Prozent auf 53,9 Zloty, was den ersten Kursgewinn seit vier Tagen bedeutete. Das Unternehmen will im laufenden Jahr mehr als 100 Mill. Zloty Gewinn an die Aktionäre ausschütten.

Aktien des Kupferverarbeiters Kghm Polska Miedz stiegen um 5,1 Prozent auf 37 Zloty, nachdem die Analysten der Unicredit ihr Anlagevotum von "Hold" auf "Buy" angehoben hatten. Begründet wurde dieser Schritt mit einem schwächer erwarteten Zloty und einer strengeren Kostenkontrolle des Unternehmens. Außerdem stiegen die Kupferpreise aufgrund von Spekulationen, dass China seine Nachfrage wieder erhöhen wird, weiter an. Telekomunikacja Polska fielen um 1,3 Prozent auf 17,91 Zloty. Die Analysten der HSBC hatten das Kursziel für die Titel um elf Prozent auf 25,5 Zloty gesenkt.

An der Prager Börse fiel der Leitindex PX um 0,90 Prozent auf 631,00 Punkte. Im Fokus der Anleger standen die Jahresergebnisse für 2008 der Ceske Energeticke Zavody (CEZ). Die Aktien fielen um 3,29 Prozent auf 643,40 Kronen, nachdem das Unternehmen seine Jahresergebnisse für 2008 präsentiert hatte. Der Nettogewinn stieg demnach um 10,7 Prozent auf 47,4 Mrd. Kronen, konnte jedoch nicht die Erwartungen des Unternehmens selber oder die der Analysten erfüllen. Zudem trübte die Entwicklung im vierten Quartal die Jahresergebnisse, da der Nettogewinn in diesem Zeitraum um 55 Prozent auf 5,9 Mrd. Kronen eingebrochen war - hauptsächlich aufgrund der Abschaltungen des Atomreaktors Temelin. Der Markt habe dagegen nur einen Quartalseinbruch von 16 Prozent beim Nettogewinn prognostiziert, sagte ein Analyst der Komercni Bank.

Papiere des Gebrauchtwagenhändlers AAA zeigten sich ebenfalls schwächer und verloren 2,85 Prozent auf 5,80 Kronen. Die AAA-Aktien werden ab dem 23. März nicht mehr im tschechischen Leitindex PX gelistet sein, da der Wert den minimalen Tagesumsatz nicht mehr erreicht und die Marktkapitalisierung zu gering ist. AAA Auto wurde 2007 in den PX aufgenommen, als der Titel zu einem Preis um 44 Kronen gehandelt wurde. Titel der Entwickler ECM (plus 14 Prozent auf 242,10 Kronen) und Orco (plus 7,43 Prozent auf 96,25 Kronen) konnten jedoch deutlich zulegen.

In Budapest schloss der Leitindex BUX 0,61 Prozent tiefer bei 10 283,01 Zählern. Aktien der OTP Bank verloren 2,86 Prozent auf 1 525 Forint bei einem Handelsvolumen von 5,5 Mrd. Forint - dies entspricht etwas mehr als drei Vierteln des Gesamtumsatzes im Index. Magyar Olay es Gazipari (Mol) gewannen hingegen 1,31 Prozent auf 9 300 Forint. Die Aktien der Magyar Telekom fielen um 0,71 Prozent auf 556 Forint. Richter Gedeon büßten 1,74 Prozent auf 24 510 Forint ein.

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