Internationaler Aktienhandel
Wiener Börse schließt nach lahmem Handel im Plus

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Montag bei schwachem Volumen mit höheren Notierungen beendet. Der ATX stieg 8,48 Punkte oder 0,31 Prozent auf 2 763,57 Einheiten.

dpa-afx WIEN. Die Wiener Börse hat die Sitzung am Montag bei schwachem Volumen mit höheren Notierungen beendet. Der ATX stieg 8,48 Punkte oder 0,31 Prozent auf 2 763,57 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund zehn Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2 774 Punkten.

Das europäische Börsenumfeld tendierte über weite Strecken ohne klaren Trend. "Es fehlten die richtungsweisenden Impulse", erklärte ein Marktteilnehmer die Orientierungslosigkeit. Weder von Unternehmens- noch von Konjunkturseite standen zu Wochenbeginn marktrelevante Daten auf der Agenda. Mit Spannung werden indessen Ergebnisse vom Finanzminister-Treffen der Eurozone erwartet.

Marktteilnehmer in Wien richten ihren Blick aktuell auf die "Titel an der Nebenfront", kommentierte ein Händler in Wien. Dazu zählten laut dem Experten heute "Qualitätsaktien", wie Semperit, Kapsch Trafficcom und Do & Co. "Die Titel sind momentan höher als vor der Krise", so der Händler. Semperit-Aktien stiegen um 2,22 Prozent auf 36,80 Euro und markierten den höchsten Stand ihrer Börsengeschichte. Kapsch kletterten um 10,21 Prozent auf 71,98 Euro.

Do & Co schossen zu Wochenbeginn um 18,16 Prozent auf 29,25 Euro in die Höhe. Damit dürften die Titel die Kursbewegung der Zweitnotierung in Istanbul nachvollzogen haben, glaubt der Marktteilnehmer. Vergangenen Donnerstag sind die Do & Co-Papiere in der Türkei an ihrem ersten Handelstag gut 14 Prozent gestiegen, am heutigen Montag erneut um 12,4 Prozent. "Am Markt wurde zuerst gewartet, ob sich die Kursgewinne in Istanbul konsolidieren", erklärt der Händler.

Unter den restlichen Einzelwerten rückten Voestalpine (plus 4,48 Prozent auf 34,79 Euro) angesichts des Höhenflugs an den Rohstoffmärkten in den Fokus. Die Rohstoffpreise eilen aktuell von einem Hoch zum nächsten. So notierten die Ölpreise auf dem höchsten Niveau seit 26 Monaten, Silber kletterte auf das Rekordhoch seit 1980 und Gold tendierte nur knapp unter einem neuen Allzeithoch.

In dem freundlichen Branchenumfeld konnten OMV um 0,65 Prozent fester bei 27,27 Euro aus dem Handel gehen und trotzten damit einem negativen Analystenkommentar durch Barclays . Die Experten haben die Anlageempfehlung für den Ölkonzern von "equalweight" auf "underweight" abgestuft und das Kursziel von 35 auf 32 Euro reduziert.

Der Wettspielanbieter bwin hat mittlerweile sein Interesse an einem 30-Prozent-Anteil an der spanischen Lotterie dementiert. Die spanische Tageszeitung "El Mundo" hatte bwin am Sonntag noch als möglichen Interessenten genannt. Man konzentriere sich auf das Online-Geschäft in regulierten Märkten, hieß es von bwin. Die Aktien gaben 0,48 Prozent auf 35,16 Euro ab.

In einem schwachen europäischen Umfeld für Bankenwerte ließen die Wiener Schwergewichte Erste Group minus 1,64 Prozent auf 32,29 Euro nach. Raiffeisen Bank verloren 0,68 Prozent auf 40,40 Euro./

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