Konjunkturdaten im Fokus
US-Börsen zum Wochenschluss richtungslos

Die Anleger können sich an der Wall Street zum Wochenschluss nicht recht entscheiden, wo die Reise hingehen soll. Nach unterschiedlichen Impulsen durch amerikanische Konjunkturdaten pendelten die US-Standardwerte zur Handelsmitte um ihre Vortagesstände.

HB NEW YORK. Einerseits zeigten Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP), dass die größte Volkswirtschaft der Welt im dritten Quartal langsamer wuchs als erwartet, andererseits deutete der Einkaufsmanagerindex von Chicago für Oktober eine weitere Expansion an. Der Leitindex Dow Jones beendete den Handelstag mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 10.027,47 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor knapp 0,2 Prozent auf 1130,20 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq schloss unverändert bei 1974,99 Zähler. Der Ölpreis bewegt sich seitwärts und notiert an der Nymex unter 51 Dollar je Barrel.

Trotz eines stärkeren Konsums wuchs die US-Wirtschaft im dritten Quartal schwächer als erwartet, was Analysten vor allem das Defizit in der Handelsbilanz zurückführten. Mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 3,7 Prozent wuchs die US-Wirtschaft aber stärker als im zweiten Vierteljahr (3,3 Prozent). Volkswirte hatten mit einer deutlicheren Beschleunigung auf 4,2 Prozent gerechnet. Der Konjunkturindex der Einkaufsmanager aus dem Großraum Chicago legte im Oktober dagegen überraschend zu. Der an den Finanzmärkten stark beachtete Index kletterte auf 68,5 Punkte von revidiert 61,9 Punkten im September. Befragte Volkswirte hatten mit einem Rückgang auf 59,0 Punkte gerechnet. Der Index gilt als wichtiger Vorlaufindikator für den landesweiten Einkaufsmanagerindex, der am Montag veröffentlicht werden soll.

„Die Zahlen haben die Stimmung für den Handelstag geprägt“, sagte Tim Heekin von Thomas Weisel Partners. Insbesondere das BIP sei nicht so gut ausgefallen, dass es einen positiven Impuls hätte setzen können.

Bei den Einzelwerten gaben die Aktien von des Kosmetik-Herstellers Avon Products 8,4 Prozent auf 39,55 Dollar nach. Das Unternehmen erzielte im dritten Quartal zwar einen Gewinnanstieg von 33 Prozent, aber die Analysten der Deutschen Bank senkten ihre Empfehlung für die Aktie auf „hold“ von „buy“, weil das US-Geschäft von Avon weiterhin Schwächen zeige.

Die Titel von Aon büßten fast fünf Prozent auf 20,41 Dollar ein. Der weltweit zweitgrößte Versicherungsmakler hatte am Vorabend gesunkene Ergebnisse auf ein ein eingetrübtes Marktumfeld zurückgeführt. Das Unternehmen senkte zudem seine Prognose für das Gesamtjahr.

Zudem standen die Automobilhersteller im Fokus. General Motors und Ford wollen Überstunden oder Tausende von Arbeitsplätzen abbauen. Damit reagieren die Konzerne auf Klagen großer Händler, die ihre Verkaufsflächen nicht länger mit nur schwer absetzbaren PKW vollstellen wollen. Die Papiere von General Motors verlieren 0,7 Prozent auf 38,55 Dollar.

Gateway-Aktien verteuern sich hingegen um 8,5 Prozent auf 5,85 Dollar. Das Unternehmen hat im Gefolge guter Nachfrage nach PCs und drastischen Kostensenkungen im dritten Quartal seinen Verlust deutlich verringert.

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