Kurse geben auf breiter Front nach
Schlechte Nachrichten ziehen US-Börsen ins Minus

Die US-Börsen sind am Dienstag ins Minus gerutscht. Enttäuschende Geschäftszahlen einiger Firmen wie Lexmark International und Rockwell Automation sowie ein Rückgang beim Verbrauchervertrauen haben die positiven Nachrichten einer Dividendenerhöhung bei IBM ebenso überlagert wie die starken Zahlen zu den Hausverkäufen und den gesunkenen Ölpreis.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index schloss 0,89 % im Minus bei 10 151,13 Punkten. Im Handelverlauf schwanke er zwischen 10 150,99 und 10 263,60 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,89 % und sank auf 1152 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verzeichnete die größten Verluste und gab um 1,2 % auf 1927 Punkte nach.

Der Kurs der Lexmark-Aktien fiel um 14 % auf 67,7 Dollar. Die Quartalsergebnisse des Drucker-Herstellers enttäuschten Analysten und Anleger. Das Unternehmen leidet unter einem Preiskampf auf dem Druckermarkt. Aktien des Konkurrenten Hewlett-Packard, gaben um drei Prozent auf 20,45 Dollar nach und drückten den Dow. Dell-Aktien fielen um 3,2 % auf 35,52 Dollar und zogen den Nasdaq nach unten. „Wir haben in den vergangenen drei Wochen Bilanzzahlen gehabt, und der Markt ist unten - das ist ein Zeichen dafür, dass sich der Markt mehr um die kommenden drei bis sechs Monate sorgt als um die „alten Nachrichten“ aus dem ersten Quartal“, sagte Peter Boockvar, Aktien-Stratege bei Miller Tabak & Co.

Rockwell fielen um fast 15 % auf 48,05 Dollar. Das Unternehmen hatte höhere Quartalsgewinne gemeldet, die Erwartungen des Marktes aber verfehlt. Die Aktien waren prozentual die größten Verlierer im S&P-500. Auch Tabak-Aktien verloren an Wert, nachdem der UST-Konzern, zu dessen Produkten Copenhagen- und Skoal-Tabak zählt, für das abgelaufene Quartal keinen Gewinnanstieg vermelden konnte und seine Jahresprognose leicht nach unten korrigiert hatte. UST-Aktien verloren 15 % und wurden für 46,38 Dollar gehandelt. Die Altria Corporation, das Mutterunternehmen des Zigarettenherstellers Philip Morris, verlor zwei Prozent auf 64 Dollar.

Das Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes sank angesichts stark gestiegener Benzinpreise im April auf den niedrigsten Stand seit fünf Monaten. Der Index fiel auf 97,7 Punkte von 103,0 Punkten im März. Analysten hatten 98,0 Punkte erwartet. Dagegen zeigten Zahlen des US-Handelsministeriums, dass der Absatz neuer Eigenheime in den USA im März unerwartet gestiegen ist. Aktien von IBM stiegen um etwa ein Prozent auf 75,43 Dollar, nachdem das Unternehmen angekündigt hatte, seine monatliche Dividende um elf Prozent anzuheben.

Der Markt hole aber erstmal etwas Atem vor einigen wichtigen Daten in den nächsten Tagen, sagte Boockvar. Am Mittwoch gibt es die Zahlen zum Auftragseingang bei langlebigen Güter für März und am Donnerstag vorläufige Angaben zum Bruttoinlandsprodukt in den USA im ersten Quartal.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,56 Mrd. Aktien den Besitzer. 1076 Werte legten zu, 2240 gaben nach und 150 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,7 Mrd. Aktien 927 im Plus, 2150 im Minus und 142 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 04/32 auf 97-27/32. Sie rentierten mit 4,269 %. Die 30-jährigen Bonds fielen um 07/32 auf 112-03/32 und hatten eine Rendite von 4,571 %.

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