Marktbericht
Asiatische Aktienmärkte mit Minuszeichen

Asiens Aktienmärkte haben am Montag überwiegend Verluste verzeichnet. In Tokio hielten sich Investoren in Erwartung von US-Unternehmensdaten zurück. Der Euro legte zum Dollar etwas zu.

HB SINGAPUR. Der 225 Werte umfassende Nikkei schloss 0,15 Prozent im Minus bei 13.400 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,32 Prozent auf 1393 Punkte. Aus den USA werden in dieser Woche unter anderem Quartalszahlen des Chipherstellers Intel und des Computerkonzerns IBM erwartet. Indes belasteten Gewinnmitnahmen bei Stahl- und Bankenwerten den Markt. Nippon Steel-Aktien gaben um mehr als 2,7 Prozent nach - im September hatte der Wert insgesamt um 32 Prozent zugelegt. Auch die Aktie der Mitsubishi UFJ Financial Group gab nach einem Gewinnsprung im vergangenen Monat deutlich nach und verlor mehr als 4,1 Prozent.

Analysten zufolge schenkten die Investoren auch dem Besuch von Japans Ministerpräsident Junichiro Koizumi bei dem umstrittenen Yasukuni-Schrein große Beachtung. Koizumi hatte mit dem Besuch am Montag in China und Südkorea heftige Proteste ausgelöst. In dem Schrein werden auch verurteilte Kriegsverbrecher geehrt - daher betrachtet China die Besuche mit Blick auf die militärische Vergangenheit Japans als Beleidigung.

Die möglichen Folgen dieses Besuchs blieben abzuwarten, sagte Analyst Shinji Igarashi von Chuo Securities. Augenmerk sei vor allem auf Stahlaktien zu richten, denn diese profitierten besonders von der Nachfrage in China. Nach anti-japanischen Protesten in China im April war der Nikkei deutlich gefallen. „Wenn es mehr Proteste in China gibt, wird der Markt zweifelsohne nachgeben“, sagte Analyst Ken Masuda von Shinko Securities.

Die Leitindizes in Südkorea, Singapur und Taiwan gaben teils deutlich nach, die Börse in Hongkong verzeichnete leichte Gewinne. Die US-Börsen hatten am Freitagabend nach positiv bewerteten Geschäftsergebnissen des Mischkonzerns General Electric Gewinne verzeichnet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Handel um 0,69 Prozent fester bei 10.287 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,83 Prozent auf 1186 Zähler. Der Index der US-Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,86 Prozent auf 2064 Punkte.

Am Devisenmarkt gab der Dollar nach seinem jüngsten Höhenflug und Ende vergangener Woche veröffentlichten Konjunkturdaten etwas nach. „Die US-Daten, die wir am Freitag gesehen haben, haben die Sorgen vor einer Inflation gedämpft. Also sehen wir deshalb immer noch einige Neupositionierungen“, begründete Devisenmanager Takehiko Jimbo die Kursentwicklung. Seiner Ansicht nach könne sich der Dollar-Verkauf in dieser Woche noch fortsetzen. Mittelfristig sei aber mit Kursanstiegen der US-Währung zu rechnen, da in den USA weiterhin mit Leitzinserhöhungen gerechnet werde. Ein Euro kostete in Tokio mit 1,2092 Dollar etwas weniger als im späten Handel in New York am Freitag, wo er mit 1,2076 Dollar notiert wurde. Zur japanischen Währung tendierte der Dollar bei 114,05 Yen nach 114,09 Yen.

Der Preis je Feinunze Gold stieg leicht auf 472 Dollar. Der Ölpreis stieg um mehr als einen Dollar auf 63,66 Dollar.

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