Marktbericht Asien
Banktitel erneut in Asien unter Druck

Die Märkte in Fernost haben am Freitag Verluste verzeichnet. Bankaktien gerieten erneut unter Druck, nachdem schlechte Zahlen der Bank of America die Ängste vor Kreditverlusten wieder aufflammen ließen. Die Erwartung neuer Zinssenkungen in den USA schickten den Dollar gegenüber Yen und Euro erneut auf Talfahrt.

HB HONGKONG. Die europäische Gemeinschaftswährung stieg am Freitagmorgen auf 1,4320 Dollar und erreichte damit erneut ein Rekordhoch. Der schwache Dollar sowie knappe Vorräte und geopolitische Belange trieben auch den Ölpreis auf ein neues Rekordhoch.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,71 Prozent im Minus bei 16.814 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index sank bis Handelsschluss um 1,64 Prozent auf 1591 Punkte. Auch die Aktienmärkte in Südkorea, Singapur und Taiwan verbuchten Verluste. Die Börse in Hongkong blieb wegen eines Feiertags geschlossen.

„Obwohl die Befürchtungen über die Auswirkungen der US-Subprime-Probleme zum Teil bereits berücksichtigt wurden, haben die schlechten Ergebnisse der US-Banken die Ängste erneut aufflammen lassen“, sagte Kim Jeong Hwan von Woori Investment and Securities. Die Bank of America hatte zuvor einen stärker als erwartet ausgefallenen Gewinnrückgang von 32 Prozent im Quartal veröffentlicht. Die Aktien der japanischen Mitsubishi UFJ fielen daraufhin um 1,25 Prozent, die Titel der vier führenden australischen Kreditgeber sowie der Marquarie Bank verloren ebenfalls.

Aufgrund des schwachen Dollars gehörten auch Exportwerte zu den Verlierern. Die Aktien von TDK fielen um 2,4 Prozent. Die Titel des Kameraherstellers Canon sanken ebenfalls: Sie notierten rund 2,8 Prozent tiefer. Auch die Papiere von Autoherstellern verbuchten Verluste. So fielen etwa die Papiere von Honda um mehr als ein Prozent.

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Dagegen stiegen die Aktien des Pharmakonzerns Hyowa Hakko Kogyo mehr als 16 Prozent, nachdem aus Kreisen verlautete, der Bierhersteller Kirin verhandle über einen Mehrheitsanteil an dem Unternehmen. Das Geschäft könnte ein Volumen von mehr als 300 Milliarden Yen (rund 1,8 Milliarden Euro) haben. Ebenfalls interessiert waren die Anleger an Energie- und Goldpapieren. So zogen die Aktien der japanischen Inpex 0,8 Prozent an, die Titel des australischen Goldkonzerns Newcrest Mining kletterten mehr als vier Prozent.

Der Preis für US-Leichtöl erreichte mit 90,02 Dollar je Barrel ein neues Rekordhoch und sank später wieder auf 89,45 Dollar. Der Goldpreis erreichte mit 770 Dollar je Unze ein 28-Jahres-Hoch. In den USA hatten die Börsen am Donnerstag nach einem schwachen Start die anfänglichen Verluste weitgehend wieder wettmachen können. So schloss der Dow-Jones-Index der Standardwerte kaum verändert zum Vortag bei 13.888 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab rund 0,1 Prozent nach auf 1540 Zähler. Dagegen schloss der Index der Technologiebörse Nasdaq 0,24 Prozent im Plus bei 2799 Stellen.

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