Marktbericht Asien
Tokios Börse gibt Vortagesgewinne wieder ab

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Donnerstag Kursverluste hinnehmen müssen. Zweifel an der Stärke der US-Wirtschaft ließen bei den Anlegern keine Kauflaune aufkommen. Die große Anzahl von Verkaufsorders aus dem Ausland sowie enttäuschende Unternehmensergebnisse verschlechterten die Stimmung auf dem Börsenparkett weiter und drückten die Indizes teils deutlich ins Minus.

HB TOKIO. Der Nikkei-Index für 225 führende japanische Werte gab in Folge von Gewinnmitnahmen um 213,45 Punkte oder 1,34 Prozent auf 15 693,75 Punkte nach. Der breit gefasste Topix büßte um 21,30 Punkte oder 1,33 Prozent auf 1584,71 Punkte ein. Der MSCI-Index für nicht-japanische asiatische Werte verlor 1,43 Prozent. Auch die Börsen in Hongkong, Südkorea, Taiwan und Singapur tendierten im Minus. Die Indizes in Südkorea und Singapur gaben dabei um mehr als zwei Prozent nach.

Analysten zufolge bleibt besonders der Aktienmarkt in Tokio anfällig für negative Einflüsse aus dem Ausland. „Die Ausländer haben wieder angefangen, japanische Aktien zu verkaufen“, sagte Hideyuki Suzuki von SBI Securities. Auch Yutaka Shiraki von Mitsubishi UFJ Securities hielt die Auslandseinflüsse für entscheidend. „Der einzige Schlüssel zu einer deutlichen Verbesserung der bitteren Stimmung am Markt wäre ein deutlicher Turn-around in den USA.“

Zu den größten Verlierern gehörten von Energie- und Rohstoffpreisen abhängige Titel wie die von Mitsubishi Materials. Die Aktie verlor um mehr als zwei Prozent an Wert. Auch Papiere von Technik-Unternehmen wie TDK gaben nach. TDK-Aktien verloren mehr als drei Prozent. Ebenfalls tiefer notierten die Aktien von Energiekonzernen und Bergwerksunternehmen. So verloren etwa die Anteilsscheine von Sumitomo Metal Mining rund 3,5 Prozent, auch die von dem weltgrößten Minenbetreiber BHP Billiton gaben rund drei Prozent nach.

Der Euro präsentierte sich im fernöstlichen Devisenhandel fester. Die Gemeinschaftswährung kostete 1,2782 Dollar nach 1,2751 Dollar im späten US-Handel. Der Dollar gab auch zur japanischen Währung leicht nach und wurde bei 112,61 Yen gehandelt nach 112,95 Yen am Vorabend in New York. Händler begründeten dies damit, dass die japanischen Exporteure derzeit im größeren Maße Dollar verkauften, um ihre im Ausland erzielten Umsätze in Yen zurückzutauschen.

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