Marktbericht Asien
Tokioter Börse fällt - Rekorde in Singapur und Shanghai

Nach seinem Sechs-Wochen-Hoch hat der wichtigste Index in Tokio am Freitag wieder nachgegeben. Händlern zufolge glaubten viele Anleger vorerst nicht an ein weiteres Ansteigen der Kurse und boten ihre Aktien zum Verkauf an. Außerhalb Japans stiegen die Börsen in Asien dagegen zum Teil auf Rekordniveau. Anleger hoffen weiterhin auf eine Zinssenkung in den USA und eine robuste Konjunkturentwicklung außerhalb der weltgrößten Volkswirtschaft.

HB TOKIO. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei 0,3 Prozent im Minus bei 16 785 Zählern. Am Vortag hatte der Index auf dem höchsten Stand seit dem 14. August geschlossen. Der breiter gefasste Topix tendierte nahezu unverändert bei 1 616 Punkten.

Der MSCI-Index für die Aktienmärkte im asiatisch-pazifischen Raum - ohne Japan - legte gut 0,7 Prozent zu. Im Handelsverlauf hatte er auf einem Rekordhoch von 533,94 Punkten notiert. Auch die Börse in Singapur erreichten zeitweilig einen neuen Spitzenwert von 3726,00 Punkten. Im Plus lagen zudem die Aktienmärkte in in Hongkong und Südkorea. Die Börse Taiwan schloss nahezu unverändert. Der Index in Shanghai erreichte notierte 2,6 Prozent höher auf einem Rekordhoch.

In Tokio zählte Mitsubishi Estate zu den Verlierern. Die Aktie der Immobiliengesellschaft fiel knapp drei Prozent. Kursgewinne von 4,8 Prozent verzeichneten dagegen die Papiere von Mitsubishi Motor. Der Fahrzeughersteller hatte seine Betriebsgewinnprognose verdreifacht. Auch Columbia Music Entertainment Inc legte um 20 Prozent zu. Das Unternehmen hatte eine Pressekonferenz zur Übernahme von TDK Core Co Ltd angekündigt.

In den USA hatten die Energiewerte die Börsen angetrieben. Aktien von Schwergewichten wie Exxon Mobil profitierten von dem erneut auf Rekordhöhe gestiegenen Ölpreis. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,25 Prozent im Plus bei 13.912 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,39 Prozent auf 1531 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte ebenfalls 0,39 Prozent auf 2709 Punkte.

Der Dollar blieb am Freitag im Tokioter Devisenhandel unter Druck und tendierte an seinem Tiefststand gegenüber dem Euro und weiteren Währungen. Händler warteten auf die US-Konjunkturdaten, die am Freitag anstanden. Sie versprechen sich von den Zahlen zu den Konsumausgaben und dem Verbrauchervertrauen Hinweise auf die Stärke der US-Konjunktur. Die Aussichten auf weiter sinkende Zinsen in den USA hatten den Kurs der US-Währung an den Vortagen tief in den Keller geschickt. Der Euro wurde bei 1,4167 Dollar gehandelt. In japanischer Währung wurden 115,25 Yen für den Dollar gezahlt.

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