Marktbericht Asien
Zinssenkungsphantasien beflügeln asiatische Börsen

Hoffnungen auf eine weitere Zinssenkung in den USA haben die Aktienmärkte in Fernost am Mittwoch an neue Rekordstände herangetrieben. Das US-Verbrauchertrauen war im September unerwartet auf den niedrigsten Stand seit fast zwei Jahren gefallen. Das stimmte die Anleger zuversichtlich, dass die US-Notenbank Fed im kommenden Monat den Leitzins erneut senken könnte. Der Dollar tendierte nach den jüngsten Daten auf einem Rekordtief zum Euro.

HB TOKIO. Der MSCI-Index für die Aktienmärkte im asiatisch-pazifischen Raum - ohne Japan - legte etwa 0,5 Prozent zu und notierte damit den dritten Tag in Folge auf einem Rekordhoch. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei 0,2 Prozent im Plus bei 16.435 Zählern. Der breiter gefasste Topix gewann 0,6 Prozent höher auf 1576 Punkte.

Auch die Börsen in Singapur und Südkorea tendierten im Plus, Taiwan sogar auf einem Zweimonatshoch. Die Aktienmärkte Hongkong und Shanghai gaben nach.

„Es ist ein Tauziehen. Mal stehen schlechte Konjunkturnachrichten im Vordergrund, mal Hoffnungen auf eine Zinssenkung. Dabei werden schlechte Nachrichten absurderweise als gute Nachrichten gesehen“, sagte Eric Betts von Nomura Australia. „Es liegt scheinbar noch ein holpriger Weg vor uns.“ Zu den Gewinnern in Tokio zählte die Aktie von Softbank , die zuletzt deutliche Verluste einstecken musste. Sie gewann 3,7 Prozent. Die Papiere von Toshiba und Mitsubishi Heavy Industries legten jeweils rund vier Prozent zu. Hintergrund waren Erwartungen, dass beide Firmen mit ihrer Atomkrafttechnik in den USA wieder bessere Geschäfte machen könnten.

Die New Yorker Börsen hatten uneinheitlich geschlossen. Die Furcht vor den Folgen der Immobilienkrise belastete erneut die Märkte, der auf unter 80 Dollar gefallene Ölpreis stützte dagegen die Aktienkurse. Der Dow-Jones lag 0,14 Prozent im Plus bei 13.779 Punkten. Der S&P-500 notierte nahezu unverändert bei 1517 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg 0,6 Prozent auf 2683 Punkte.

Der Euro markierte in Fernost bei 1,4162 Dollar ein Rekordhoch. Händler begründeten den weiteren Anstieg mit den US-Daten zum Verbrauchervertrauen und zum Häusermarkt. Der Euro ist damit so teuer wie noch nie seit seiner Einführung im Jahr 1999. Er hatte bereits in den vergangenen Tagen mehrfach Rekordstände erreicht. Zur japanischen Währung notierte er bei 162,26 Yen.

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