Marktbericht: Börse Frankfurt
Dax: Anleger machen Kasse

Nachdem der Dax an drei aufeinanderfolgenden Tagen jeweils ein neues Jahreshoch markiert hat, machen die Anleger heute Kasse. Zum Wochenabschluss verliert der Dax knapp 0,5 Prozent. Für Bewegung sorgte heute der "Hexensabbat", der Verfallstermin von Derivaten. Außerdem machten VW-Aktien von sich reden.

HB FRANKFURT. Die Anleger nutzten am letzten Handelstag die Gunst der Stunde. Nach drei aufeinanderfolgenden Tagen mit neuen Jahreshochs am Aktienmarkt haben einige Anleger am Freitag Kasse gemacht. Zum Wochenschluss fiel er um 0,48 Prozent auf 5 703 Punkte, nachdem er in dieser Woche auf immer neuen Jahreshöchstständen geschlossen hatte. Im Handelsverlauf hatte er an diesem Freitag aber zwischenzeitlich noch ein neues Jahreshoch bei 5 760 Punkten markiert. Auf Wochensicht legte der Dax um 1,42 Prozent zu. Verglichen mit dem vorangegangenen Hexensabbat im Juni fiel der Aktienumsatz aller Dax-Werte am Freitag auf 212,3 (230) Millionen Stück. Das Umsatzvolumen erhöhte sich auf 7,16 (6,48) Milliarden Euro.



Der MDax der mittelgroßen Werte sank am letzten Handelstag der Woche um 0,12 Prozent auf 7 424 Zähler, der Technologiewerte-Index TecDax stieg um 0,93 Prozent auf 772 Zähler. Diese beiden Nebenwerte-Indizes hatten zwischenzeitlich ebenfalls so hoch wie noch nie zuvor in diesem Jahr notiert.

Für etwas Bewegung sorgte indes der auch "Hexensabbat" genannte dreifache Verfallstermin, an dem viermal im Jahr der letzte Handelstag aller vier Derivate-Typen, also der Optionen und Futures auf Indizes und einzelne Aktien, auf den gleichen Tag fällt. Ansonsten sprach Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research von einer klassisch ruhigen Wochenendsitzung ohne große Impulse von Seiten der Unternehmen oder der Konjunktur.

Stammaktien von Volkswagen (VW) übernahmen mit minus 6,73 Prozent auf 113,22 Euro die rote Laterne im Leitindex. Als Gründe nannten Händler die nochmalige Reduzierung des Streubesitzes (Freefloat) bei den Papieren des Autobauers sowie den heutigen Verfallstermin, was regelmäßig zu heftigen Kursschwankungen führt. Durch die von der Deutschen Börse bekannt gegebene Senkung des Freefloat von 29,23 auf 14,51 Prozent halbiert sich die Gewichtung ab kommendem Montag von 2,1 auf 1,05 Prozent. Dies sorgt für Verkaufsdruck auf die Aktie, da die Manager von Aktienfonds, die den Dax abbilden, ihre VW-Bestände reduzieren müssen.

Titel der Deutschen Bank litten laut Händlern unter Gewinnmitnahmen, nachdem sie die vergangenen Tage überdurchschnittlich vom Aufwärtstrend an den Märkten profitiert hatten. Zudem musste sie beim Ausbau des Geschäfts in den Niederlanden einen Rückschlag hinnehmen. Die Papiere verzeichneten zuletzt Verluste von 2,54 Prozent auf 52,00 Euro, wogegen Titel des Konkurrenten Commerzbank nach einem volatilen Handelsverlauf zuletzt 1,13 Prozent auf 8,97 Euro gewannen.

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