Marktbericht: Börse Frankfurt
Dax: Der Ausverkauf geht weiter

Der deutsche Aktienmarkt musste zum Wochenausklang erneut Verluste hinnehmen. Auslöser dafür waren der neue Rekordpreis für Öl und die Sorge über den Zustand der Finanzbranche. „Alles deutet darauf hin, dass die Subprime-Krise noch nicht vorbei ist und wir auf eine Rezession zusteuern“, sagte ein Händler.

HB FRANKFURT. Die von Rekord zu Rekord eilenden Ölpreise haben den deutschen Aktienmarkt zum Wochenschluss erneut unter Druck gesetzt. Auch die Sorge vor weiteren schlechten Nachrichten aus der Finanzbranche drückte auf die Stimmung. Der Dax schloß am Freitag 0,6 Prozent niedriger bei 6 421,91 Punkten. Auf Wochensicht verlor der Leitindex damit 2,4 Prozent. Die Reizthemen Inflation und Ölpreise nagten weiter am Vertrauen der Anleger in den Aktienmarkt, sagte ein Börsianer. Teuer wie nie war auch Benzin. Super kostete bundesweit durchschnittlich 1,58 Euro pro Liter. Für einen Liter Diesel mussten 1,53 Euro gezahlt werden.

„Der Ölpreis übt Druck aus, und der Markt war gestern schon sehr wackelig“, sagte ein anderer Händler. Zum Wochenschluss erreichte der Ölpreis mit fast 142 Dollar je Fass ein Allzeithoch und lag zuletzt bei 140,22 Dollar. Das Handelsvolumen im Dax stieg zum Wochenschluss auf 167 (Vortag: 155) Millionen Aktien. Der Umsatz belief sich auf 6,65 (5,9) Milliarden Euro.

In den USA notierten zum Handelsschluss in Europa der Dow-Jones-Index wie auch der Nasdaq-Composite jeweils 0,4 Prozent im Minus. Etwas erholt von den Tagestiefs zeigt sich der deutsche Aktienmarkt am Nachmittag. Der Dax verliert 0,7 Prozent auf 6 412 Punkte. Im Tagestief war er bereits auf 6 348 Punkte und damit den niedrigsten Stand seit dem 20. März zurückgefallen. Für die leichte Erholung sorgen jedoch nur Short-Eindeckungen.

Technische Analysten warnen, beim Unterschreiten der breiten Unterstützungszone von 6 430 bis 6 380 Punkten drohe ein Abrutschen des Dax bis auf das Jahrestief von 6 168 Punkten.

Das teure Öl drückte die Aktien von Autoherstellern. Händlern zufolge senkte die US-Investmentbank Lehman Brothers ihre Kursziele für die drei deutschen Autobauer Daimler, BMW und Volkswagen. Die Experten rechneten nicht damit, dass die Unternehmen die Belastungen aus steigenden Rohstoffkosten an die Kunden weitergeben können. Daimler-Aktien verloren 2,92 Prozent und BMW 1,15 Prozent.

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