Marktbericht: Börse Frankfurt
Dax schließt mit sattem Gewinn

Nach heftigen Kursverlusten zu Wochenbeginn sind die Investoren am Dienstag wieder auf Einkaufstour gegangen. Zum Handelsschluss zeigt die Dax-Tafel ein ordentliches Plus an – die Marke von 4 500 Punkten konnte der Index locker durchbrechen. Dennoch bleibt die Rezession ein beherrschende Thema. Volkswirte blicken skeptisch in die Zukunft.

HB FRANKFURT. Nach heftigen Kursverlusten zu Wochenbeginn sind die Investoren am Dienstag am deutschen Aktienmarkt wieder auf Einkaufstour gegangen. Der Dax machte bis zum Abend 3,1 Prozent auf 4 531 Punkte gut. Am Montag war er um fast sechs Prozent abgestürzt.

Der MDax gewann 0,9 Prozent auf 5 138 Punkte, und der TecDax stieg um 1,9 Prozent auf 476 Punkte.

„Da decken sich wohl einige Anleger wieder ein, die am Montag in den Kursrutsch hinein verkauft hatten“, sagte ein Händler. Die Umsätze blieben gering: Insgesamt wurden 170 (Montag: 149) Mio. Dax-Aktien umgesetzt; der Umsatz belief sich auf 3,8 (3,5) Mrd. Euro.

Rückenwind kam vor allem von der Wall Street, wo die Kurse nach einem unsicheren Start deutlich anzogen. Zu Handelsschluss in Europa notierte der Dow-Jones-Index 2,4 Prozent höher, der Nasdaq-Composite stieg um 2,7 Prozent.

Besonders Autowerte waren in den USA gefragt: Der Kurs von Ford schoss um 11,4 Prozent in die Höhe, nachdem der Automobilkonzern dem US-Kongress einen Restrukturierungsplan vorgelegt hat. Der Autokonzern will bis 2011 profitabel sein.

Die Aktien der Deutschen Börse verloren nach schwachen November-Handelsstatistiken für Xetra und Eurex am Dax-Ende 5,25 Prozent auf 50,20 Euro. „Nach den jüngsten zahlreichen Handelstagen mit recht dünnen Umsätzen sind die Zahlen zwar keine echte Überraschung, doch dass die auf Xetra getätigten Geschäfte um knapp fünf Prozent zurückgegangen sind zeigt, dass die alternativen Handelsplattformen für das institutionelle Geschäft rasch Marktanteile gewinnen“, sagte ein Marktexperte.

Die Deutsche Bank kann einem Pressebericht zufolge trotz des stark gefallenen Aktienkurses der Postbank-Papiere nicht mit einem Nachlass auf den Kaufpreis für die Post-Tochter rechnen. „Wir gehen davon aus, dass die Transaktion zu den vereinbarten Konditionen Anfang des Jahres abgewickelt wird“, sagte eine Post-Sprecherin der „Berliner Zeitung“ (Dienstag). In Frankfurter Finanzkreisen wurde ebenfalls nicht damit gerechnet, dass es Nachverhandlungen geben wird. Die Aktie der Deutschen Bank gewann mit 4,88 Prozent auf 26,100 Euro letztlich doch überdurchschnittlich. Papiere der Post stiegen um 5,35 Prozent auf 11,030 Euro, für Postbank-Titel ging es um moderatere 2,23 Prozent auf 15,15 Euro hoch.

Anteilsscheine der Münchener Rück gewannen dank einer positiven Studie leicht überdurchschnittliche 3,88 Prozent auf 107,83 Euro. JPMorgan hob das Kursziel für die Aktien des Rückversicherers von 128 auf 148 Euro an und beließ die Einstufung auf „Overweight“. Die positive Entwicklung im Rückversicherungssektor beschleunige sich, schrieb Analyst Michael Huttner in einer Studie. Zudem sei ein Großteil des Überschusskapitals im Sektor verschwunden und es gebe weniger alternative Kapitalquellen als zwischen 2001 und 2003. Aktien des Konkurrenten Hannover Rück stiegen um 6,00 Prozent auf 18,74 Euro.

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