Marktbericht: Börse New York
Börsen halten Gewinne nach Fed-Papier

Die wichtigsten US-Aktienindizes haben am Freitag beflügelt von positiv aufgenommenen Unternehmens- und Konjunkturnachrichten den letzten Tag der Handelswoche mit deutlichen Gewinnen beendet. Auch ein Fed-Papier zum Banken-Stresstest wirkte sich nicht negativ auf die Stimmung aus.

HB NEW YORK. Unter den Händlern wuchs der Optimismus, dass sich die Wirtschaft langsam auf Erholungskurs begibt. Vor allem die Zahlen von American Express und Ford erfreuten die Anleger am Freitag. Die Kreditkartenfirma schlug sich durch ihren Sparkurs in der Krise besser als erwartet, und der Autobauer peilt für 2011 die Gewinnschwelle an. Zudem wirkte sich ein Fed-Papier zu den mit Spannung erwarteten Stresstests der US-Banken nicht negativ auf die Stimmung aus.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 8127 und einem Tief von 7957 Zählern. Er beendete den Handel mit einem Plus von 1,5 Prozent bei 8076 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 1,7 Prozent auf 866 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte um 2,6 Prozent auf 1694 Punkte vor.

Auf Wochensicht ergibt sich beim Dow-Jones ein Minus von 0,7, beim S&P von 0,4 Prozent. Die seit sechs Wochen andauernde Gewinnserie der Indizes geht damit zu Ende. Dagegen beendet die Nasdaq mit einem Aufschlag von 1,3 Prozent die siebte Woche in Folge im Plus. In Frankfurt stieg der Dax um drei Prozent auf 4674 Punkte.

Im Mittelpunkt des Handelsgeschehens standen die Aktien von Ford und American Express. Der US-Autobauer fuhr zu Jahresanfang einen kleineren Verlust als befürchtet ein und blickt relativ optimistisch in die Zukunft. Ford-Aktien stiegen um mehr als elf Prozent und kosteten genau 5,00 Dollar. Papiere von American Express schossen sogar knapp gut 20 Prozent in die Höhe auf 25,19 Dollar. Der Gewinneinbruch wegen der rasant wachsenden Ausfälle bei Kreditkartenschulden fiel wegen des Sparkurses nicht so dramatisch aus wie befürchtet.

Wichtige Konzerne legten bessere Ergebnisse vor, sagte Michael James von Wedbush Morgan. Das sei der Hauptantrieb des Marktes. "Wir hatten die größte Bilanzwoche des Jahres und sind größtenteils ganz gut weggekommen." Auch die Konjunkturdaten deuteten vorsichtig in Richtung Erholung, sagte Michael Sheldon von RDM Financial. Der Auftragseingang für Gebrauchsgüter fiel besser als erwartet aus. Zudem standen so wenig Häuser zum Verkauf wie seit über 45 Jahren nicht mehr.

Microsoft-Aktien verteuerten sich trotz eines Gewinn- und Umsatzrückgangs um 10,5 Prozent auf 20,91 Dollar. Die Anleger belohnten die Sparsamkeit des Konzerns und die Aussicht auf einen pünktlichen Marktstart des neuen Betriebssystems Window 7. Der Internethändler Amazon konnte an der Börse mit seinen Geschäftszahlen punkten. Das Dividendenpapier verbesserte sich um 4,8 Prozent auf 84,46 Dollar.

Rohöl verteuerte sich um rund zwei Dollar und kostete 51,63 Dollar je Barrel. Davon profitierten Energiekonzerne wie Chevron, der 1,6 Prozent gewann. Schlumberger, der führende Konzern bei der Entwicklung von Ölfeldern, übertraf zudem die Gewinnerwartungen und legte 6,7 Prozent zu. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,7 Milliarden Aktien den Besitzer. 2332 Werte legten zu, 703 gaben nach und 100 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 2,5 Milliarden Aktien 1945 Titel im Plus, 762 im Minus und 123 unverändert.

Die zehnjährigen Staatsanleihen gaben im späten Handel auf 97-30/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 2,9922 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gewannen auf 93-10/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 3,8766 Prozent.

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