Marktbericht Börse New York
Sattes Plus an der Wall Street

Die New Yorker Aktienbörsen haben am Dienstag dank unerwartet guter Konjunkturdaten und eines deutlichen Ölpreis-Rückgangs kräftige Gewinne verzeichnet. Zu den stärksten Aktien zählte dabei überraschend Merrill Lynch. Die gute Stimmung zementierten einige überraschend positive Unternehmenszahlen.

HB NEW YORK. Vor allem Einzelhändler und Transportunternehmen blickten dadurch zuversichtlicher in die Zukunft. Die Händler hofften zudem, dass die neuen Milliarden-Abschreibungen bei Merrill Lynch ein Ende der Finanzkrise einläuten könnten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss 2,36 Prozent im Plus bei 11 393 Punkten. Im Verlauf war er zwischen 11 128 und 11 397 Stellen gependelt. Der breiter gefasste S&P-500-Index notierte 2,31 Prozent fester bei 1262 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 2,45 Prozent auf 2319 Punkte hinzu. In Frankfurt schloss der Dax mit 0,8 Prozent ebenfalls höher bei 6399 Zählern.

Der um rund drei Dollar gefallene Ölpreis und das unerwartet gute Verbrauchervertrauen für Juli mehrten auf dem Parkett die Hoffnungen, dass die schwächelnde US-Wirtschaft ihre Talsohle bald durchschritten hat. „Ich glaube, dass der Ölpreis im Bereich von 120 Dollar dem Markt heute einen psychologischen Schub gegeben hat“, sagte John Schloegel, Vize-Präsident für Investment-Strategien bei Capital Cities Asset Management. Der Preis für ein Fass US-Leichtöl fiel auf 121,85 Dollar.

Die Investoren hofften zudem, dass die neuen Milliarden-Abschreibungen bei Merrill ein Wendepunkt in der Kreditkrise seien und keine weitere Verluste im Finanzsektor mehr zu erwarten seien. Merrill hatte am Montag nach US-Börsenschluss erklärt, wegen des anhaltenden Preisverfalls bei komplexen Schuldverschreibungen im laufenden dritten Quartal weitere 5,7 Mrd. Dollar abschreiben zu müssen. Das Institut hat zudem frisches Kapital in Höhe von 8,55 Mrd. Dollar eingesammelt. Die Merrill-Aktie fiel zwar im frühen Handel zwar um mehr als ein Prozent, legte aber zu Börsenschluss kräftig um 7,89 Prozent zu.

Zu den deutlichsten Gewinnern gehörte die U.S. Steel Corporation. Ihre Papiere gewannen mehr als 14 Prozent an Wert, nachdem der Stahlriese Rekordzahlen für das zweite Quartal veröffentlichte und die Analystenerwartungen deutlich übertraf. Auch Amgen-Titel legten kräftig zu: Der weltgrößte Biotechnologiekonzern verdiente trotz eines Gewinnrückgangs mehr als erwartet. Seine Titel legten um knapp drei Prozent zu. Colgate-Palmolive konnte mit seiner Geschäftsbilanz ebenfalls überzeugen: Die Aktien des Unternehmens kletterten daraufhin um mehr als acht Prozent. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,31 Mrd. Aktien den Besitzer. 2459 Werte legten zu, 695 gaben nach und 70 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,28 Mrd. Aktien 1997 im Plus, 837 im Minus und 110 unverändert.

An den US-Kreditmärkten sanken die zehnjährigen Staatsanleihen um 15/32 auf 98-14/32. Sie rentierten mit 4 067 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen 17/32 auf 95-22/32 und hatten eine Rendite von 4 645 Prozent.

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