Marktbericht: Börse New York
US-Börsen: Achterbahnfahrt endet im Minus

Die US-Börsen haben am Mittwoch nach einer Berg- und Talfahrt im Minus geschlossen. Im Handelsverlauf drückten enttäuschende Konjunkturdaten die Stimmung, nachdem Schwergewichte der Technologie- und Energiebranche zwischenzeitlich für eine Kurserholung gesorgt hatten.

HB NEW YORK. Der Handel war kurz vor dem Beginn der neuen Berichtssaison wie gewöhnlich dünn und von Schwankungen geprägt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verbuchte im abgelaufenen Vierteljahr mit einem Plus von 15 Prozent indes sein bestes Quartal seit 1998.

Der Dow schloss am Mittwoch 0,3 Prozent tiefer bei 9712 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte er dabei zwischen 9608 und 9776 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,4 Prozent auf 1056 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank um 0,1 Prozent und ging mit 2122 Punkten aus dem Handel. Der Dax in Frankfurt ging mit einem Minus von 0,7 Prozent bei 5675 Zählern aus dem Handel. Auf Monatssicht stieg der Dow um 2,3 Prozent, der S&P um 3,6 Prozent, und die Nasdaq konnte um 5,6 Prozent zulegen.

Der Technologiemarkt der Nasdaq wurde zwischenzeitlich von den Aktien des Netzwerkausrüsters Cisco gestützt, die mit einem Aufschlag von einem Prozent aus dem Handel gingen. Ein Anstieg des Ölpreises von mehr als fünf Prozent auf über 70 Dollar half Energietiteln auf die Sprünge.

Konjunktursorgen belasteten jedoch den Markt. Der vielbeachtete Konjunkturindex der Chicagoer Einkaufsmanager für September fiel mit einem Rückgang auf 46,1 Punkte schlechter aus als erwartet. Anleger fürchteten, dass sich die Wirtschaft doch nicht so schnell erholt wie erhofft. Neben dem Einkaufsmanagerindex sorgten auch Zahlen vom Arbeitsmarkt für Beunruhigung. Einer Erhebung der privaten Arbeitsagentur ADP zufolge sank die Zahl der Jobs in der US-Privatwirtschaft im September um 254 000. Analysten hatten lediglich mit einem Minus von 210 000 gerechnet. Dagegen zeigten neue Zahlen, dass sich die US-Wirtschaft dem Ende ihrer schweren Rezession nähert. Laut Handelsministerium ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal lediglich um 0,7 Prozent geschrumpft und nicht wie zunächst angenommen um 1,0 Prozent. Zu Jahresbeginn hatte es noch einen Einbruch von 6,4 Prozent gegeben.

Bei den Unternehmen standen CIT im Fokus. Nach einem Aufschlag von rund 30 Prozent am Dienstag brachen die CIT-Aktien um 45 Prozent ein. Kreisen zufolge soll der angeschlagene Mittelstandsfinanzierer möglicherweise in die Hände seiner Anleihegläubiger übergehen, um eine Pleite abzuwenden.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,77 Mrd. Aktien den Besitzer. 1257 Werte legten zu, 1757 gaben nach und 102 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,66 Mrd. Aktien 996 im Plus, 1704 im Minus und 97 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen auf 102-21/32. Sie rentierten mit 3,3071 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken auf 107-26/32 und hatten eine Rendite von 4,0458 Prozent.

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