Marktbericht: Börse New York
US-Börsen geben leicht nach

Trotz regem Handel einen Tag vor dem sogenannten Hexensabbat: Nach einer Berg- und Talfahrt schlossen die wichtigsten US-Indizes leicht negativ geschlossen. Positive Impulse kamen von den jüngsten Konjunkturdaten, FedEx enttäuschte dagegen.

HB NEW YORK. Einen Tag vor dem Hexensabbat haben die US-Börsen am Donnerstag nach einer Berg- und Talfahrt im Minus geschlossen. Während Konjunkturdaten überwiegend die Erwartungen von Analysten übertrafen, machte unter anderem der Gewinneinbruch beim US-Paketdienstleister FedEx die positiven Impulse wieder zunichte. Auch Finanztitel, die in den vergangenen Tagen kräftig zulegen konnten, ließen Federn. Die Aktien von American Express notierten 2,3 Prozent im Minus.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent tiefer bei 9783 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte er dabei zwischen 9749 und 9854 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,3 Prozent auf 1065 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank ebenfalls um 0,3 Prozent auf 2126 Punkte. In Frankfurt ging der Dax mit einem Plus von 0,5 Prozent bei 5731 Punkten aus dem Handel.

"Die Wirtschaft ist eindeutig auf dem Weg der Besserung, aber es ist kein gerader Weg", sagte David Katz von Matrix Asset Advisors. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war in der Woche zum 12. September unerwartet auf 545 000 gefallen. Zudem stieg die Zahl der Wohnbaubeginne aufs Jahr hochgerechnet um 1,5 Prozent auf 598 000 und damit auf den höchsten Stand seit November. Der Konjunkturindex der Philly Fed belief sich im September auf 14,1 Punkte. Erwartet worden waren lediglich 8,0 Punkte.

Neben den konjunktursensiblen Werten standen FedEx und Oracle im Fokus. Die Aktien des US-Paketdienstes fielen um 2,2 Prozent. Das Unternehmen hatte im ersten Quartal einen massiven Umsatz- und Gewinneinbruch verzeichnet. Für das zweite Quartal ist der Konzern aus Tennessee jedoch optimistischer. Im Sog von FedEx gaben die Papiere des Konkurrenten UPS 0,6 Prozent nach. Die Anteilsscheine von Oracle verloren 2,8 Prozent. Der weltweit drittgrößte Softwarehersteller lag mit seinen Bilanzdaten im ersten Quartal unter den Erwartungen von Analysten.

Dagegen schossen die Aktien der American-Airlines-Mutter AMR um 19,7 Prozent nach oben. Der Konzern teilte mit, 2,9 Mrd. Dollar mehr an Liquidität zur Verfügung zu haben. Zudem will AMR zusätzliche Flüge auf den wichtigsten Drehkreuzen in den USA anbieten.

Am Freitag steht an der Wall Street der vierfache Hexensabbat an. Zu diesem Stichtag laufen Optionen auf Indizes und Aktien aus. Dabei kommt es auch im Vorfeld schon zu heftigen Kursschwankungen und höherem Handelsvolumen, weil die Anleger die Aktien, auf die sie Derivate halten, in die gewünschte Richtung treiben wollen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,52 Mrd. Aktien den Besitzer. 1338 Werte legten zu, 1704 gaben nach und 92 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,6 Mrd. Aktien 1324 im Plus, 1366 im Minus und 105 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen 101-30/32. Sie rentierten mit 3,393 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten auf 105-18/32 und hatten eine Rendite von 4,172 Prozent.

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