Marktbericht: Börse New York
Wall Street: Das Vertrauen kehrt zurück

Eine deutlich verbesserte Stimmung bei den US-Verbrauchern und eine Heraufstufung der Apple-Aktie: Die Börsen in New York haben am Dienstag zu einem Höhenflug angesetzt. Vor allem der größte monatliche Anstieg des Verbrauchervertrauens seit sechs Jahren schürte Hoffnungen auf ein Erholung der Konjunktur.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging mit einem Plus von 2,4 Prozent bei 8473 Punkten aus dem Handel. Im Verlauf pendelte er zwischen 8226 und 8495 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 legte 2,6 Prozent zu auf 910 Zähler, der Index der Technologiebörse Nasdaq 3,5 Prozent auf 1750 Stellen. Die US-Konjunkturdaten hoben auch den Dax in Frankfurt aus dem Minus. Er schloss 1,4 Prozent höher bei 4985 Punkten, nachdem er zuvor noch bis auf 4802 Zähler gefallen war.

"Der Markt feiert heute die Rückkehr von Anzeichen für eine Erholung der Stimmung der Verbraucher", sagte Peter Kenny von Knight Equity Markets. Das Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung verbesserte sich vor allem wegen Entspannungszeichen vom Arbeitsmarkt im Mai zum dritten Mal in Folge. Viele Marktteilnehmer versprachen sich davon positive Effekte für die Konsumausgaben und die Gesamtwirtschaft. McDonald's-Aktien kletterten daraufhin 3,1 Prozent.

Auftrieb gab den Märkten auch eine Heraufstufung der Apple-Aktien. Morgan Stanley hatte die Anteile mit "Übergewichten" zum Kauf empfohlen. Apple werde aus dem Kampf ums mobile Internet als Sieger hervorgehen, urteilten sie. Die Papiere des iPod-Herstellers verteuerten sich um 6,8 Prozent. Im Apple-Schlepptau legten weitere Tech-Werte zu. Auch der Kurs des Mischkonzerns General Electric profitierte von der wieder erwachten Kauflust. Obwohl sich Konzernchef Jeff Immelt skeptisch über die Wachstumsaussichten geäußert hatte, legten die Papiere 2,2 Prozent zu.

In den Hintergrund gerückt durch die Verbraucher-Daten wurden düstere Zahlen aus dem Immobiliensektor. Der Preisverfall am Immobilienmarkt setzte sich auch im März fort, nahm aber den zweiten Monat in Folge an Wucht ab. Verglichen mit dem Vorjahr kosteten Einfamilienhäuser in 20 Ballungsräumen 18,7 Prozent weniger, wie aus dem Index von Standard & Poor's und Case Shiller hervorging. Anfänglich trübten die Drohgebärden der kommunistischen Führung Nordkoreas die Stimmung unter den Händlern, weil sie die ungesicherte Lage der wichtigen asiatischen Volkswirtschaften Japan und Südkorea in Erinnerung riefen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,38 Mrd. Aktien den Besitzer. 2531 Werte legten zu, 518 gaben nach und 75 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,07 Mrd. Aktien 2106 im Plus, 614 im Minus und 102 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 26/32 auf 96-13/32. Sie rentierten mit 3,552 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken 55/32 auf 96-00/32 und hatten eine Rendite von 4,493 Prozent.

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