Marktbericht: Börse New York
Wall Street trotzt Konjunkturdaten

Die überraschend guten Quartalszahlen des weltgrößten Einzelhändlers Wal-Mart haben am Donnerstag die US-Börsen trotz schlechter Konjunkturdaten im Plus gehalten. Schlechte Daten vom Einzelhandel und vom Arbeitsmarkt drückten in New York jedoch auf die Stimmung und verunsicherten die Konjunkturoptimisten.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 9398 Punkte, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 9305 und 9406 Punkten gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,7 Prozent zu auf 1012 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte 0,5 Prozent auf 2009 Stellen. Der Dax in Frankfurt ging mit einem Plus von knapp ein Prozent auf 5401 Punkten aus dem Handel.

Die zunehmende Zahl von Erstanträgen auf Arbeitslosengeld und die Einzelhandelsdaten hätten der Rally die Luft genommen, sagte Analyst Alan Lancz. Im Juli nahmen die Geschäfte 0,1 Prozent weniger ein. Analysten hatten dagegen mit einem Anstieg von 0,7 Prozent gerechnet. Der Einzelhandel in den USA leidet unter der Unsicherheit der Verbraucher. In der Woche zum 8. August wurden 558 000 Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt. Händler waren unangenehm überrascht. Alle seien davon ausgegangen, dass sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt wieder bessere und jetzt seien die Zahlen weniger gut als prognostiziert und zudem schlimmer als im Vormonat, sagte Analyst Doug Roberts.

Die Bilanzdaten von Wal-Mart konnten allerdings die Stimmung aufhellen. Der Branchenprimus zeigt sich von der Wirtschafskrise unbeeindruckt und übertraf dank Kosteneinsparungen mit seinen Quartalszahlen die Markterwartungen. Die Wal-Mart-Aktie kletterte 2,7 Prozent. Anteile des US-Saatgutherstellers Monsanto waren ebenfalls gefragt. Der Konzern stehe an der Schwelle zu einem technologischen Durchbruch, teilte Monsanto mit. Die Aktie stieg daraufhin 1,9 Prozent. Nachdem J.P. Morgan Securities die Preisziele für Hewlett-Packard und Dell angehoben hat, lagen die Werte mit 0,4 beziehungsweise 3,3 Prozent im Plus.

Die Papiere der vom Konkurs bedrohten Mittelstandsbank CIT machten ihre Verluste des Vortages wett und legten wieder rund 13 Prozent zu. Das Institut stellte einen Zukunftsplan in Aussicht. Die Titel der Bank of America legten 6,7 Prozent zu. Der einflussreiche Hedgefonds-Manager John Paulson, der die Kreditkrise vorhersah, hatte seine Anteile an Banken im zweiten Quartal deutlich erhöht. An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,8 Mrd. Aktien den Besitzer. 1997 Werte legten zu, 1038 gaben nach und 90 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,1 Mrd. Aktien 1462 im Plus, 1197 im Minus und 110 unverändert.

An den US-Kreditmärkten gewannen die zehnjährigen Staatsanleihen 32/32 auf 100-07/32. Sie rentierten mit 3,606 Prozent. Die 30-jährigen Bonds legten 60/32 auf 97-05/32 und hatten eine Rendite von 4,426 Prozent.

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