Marktbericht Börse Tokio
Nikkei nimmt Kurs auf 10 000 Punkte

Kursgewinne bei Schwergewichten wie Canon und Toyota bescheren dem japanischen Nikkei-Index ein frisches Achtmonatshoch. Dem Index fehlen nur noch wenige Punkte, um wieder fünfstellig zu notieren. Geht es nach den Strategen von Credit Suisse, ist bis Jahresende sogar noch deutlich mehr drin.

HB HONGKONG/TOKIO. Die Börsen in Fernost haben am Montag uneinheitlich tendiert. Dem Nikkei in Tokio halfen ermutigende Daten vom US-Arbeitsmarkt, die Hoffnungen auf einen wirtschaftlichen Aufwärtstrend schürten. Rückenwind gab auch der schwachen Yen, der die Kurse zahlreicher Exportwerte antrieb. In Hongkong fielen dagegen die Kurse. Die Anleger dort interpretierten die US-Zahlen unterschiedlich und nahmen Gewinne mit. Zudem zeigten sie sich vor einer Reihe weiterer Konjunkturdaten in China und den USA zurückhaltend.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ein Prozent fester bei 9 865 Punkten auf seinem höchsten Stand seit dem 7. Oktober. Der breiter gefasste Topix gewann 1,1 Prozent auf 926 Zähler. Auch die Börse Shanghai notierte im Plus. Südkorea, Hongkong, Singapur und Taiwan tendierten dagegen schwächer.

Von dem schwachen Yen profitierte in Tokio vor allem der exportorientierte Kamerahersteller Canon, dessen Titel um 3,4 Prozent in die Höhe kletterten. Toyota-Papiere legten 1,3 Prozent zu. Die Wirtschaftszeitung „Nikkei“ hatte berichtet, der Autobauer peile Einsparungen von 1,1 Mrd. Dollar bei der Produktion von Kompaktautos an. Analysten zufolge waren die US-Arbeitsmarktdaten ein weiterer Stimmungsmacher.

Nach dem Acht-Monats-Hoch richteten viele auf dem Tokioter Parkett den Blick nach vorn und fragten sich, wann der Index nun die Marke von 10 000 Punkten zurückerobern könne. Der Markt habe die Kraft dazu, dies bereits binnen Tagen zu erreichen, sagte Yoshinori Nagano von Daiwa Asset Management. Die Frage sei aber, ob er sich darüber halten kann. „Viele Marktteilnehmer rechnen nach den jüngsten ermutigenden Konjunkturdaten schon mit einer Erholung. Dies macht den Markt verwundbar für Gewinnmitnahmen.“

Sehr optimisch zeigen sich dagegen die Aktienstrategen der Credit Suisse. Sie sehen den Nikkei Ende des Jahres bei 12 000 Punkten, sofern sich die Wirtschaft weiter in Richtung einer Erholung bewegt. In einer aktuellen Studie bewertete der Japan-Stratege der Bank, Shun Maruyama, die Aktien von Finanzunternehmen sowie den Immobilien- und Rohstoffsektor mit ""strong overweight". Auf der anderen Seite rät er bei Elektronik- und Autokonzernen zum "untergewichten", weil die Bewertungen hier noch relativ hoch seien.

Der Euro notierte in Fernost etwas leichter bei 1,3960 Dollar. Zum Yen notierte die Gemeinschaftswährung bei 137,58 Yen. Der Dollar gab gegenüber dem Yen auf 98,55 Yen nach.

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