Marktbericht
Dax legt Endspurt hin

Am Dienstag ist der deutsche Aktienleitindex zunächst zwischen Gewinnen und Verlusten gependelt. Gestützt von Kursgewinnen der Versorger, positiven US-Konjunkturdaten und der Rede des künftigen US-Notenbankchefs Ben Bernanke stand letztlich aber ein ordentliches Plus auf dem Kurszettel. Auf der Unternehmensseite aber war das Hauptthema am Markt das Übernahmevorhaben der Commerzbank.

HB FRANKFURT. Der Leitindex Dax zeigte zum Handelsschluss Stärke und ging mit einem Zuwachs um 0,36 Prozent bei 5110 Punkten aus dem Handel. Der MDax der mittelgroßen Werte verlor dagegen 0,26 Prozent auf 6998 Punkte. Der TecDax schloss mit einem Verlust von 0,35 Prozent bei 579,82 Punkten.

„Sowohl der New Yorker-Fed-Index wie auch die US-Einzelhandelsumsätze sind überraschend gut ausgefallen und heben etwas die Stimmung am Aktienmarkt“, sagte Stratege Dirk Rosenfelder von MM Warburg. „Die Daten zeigen, dass sich die US-Wirtschaft weiter auf einem Wachstumspfad befindet.“ Am Vormittag hatte ein überraschender Rückgang des ZEW-Konjunkturbarometers, der die Erwartung der Börse für die wirtschaftliche Entwicklung der kommenden sechs Monate in Deutschland misst, noch für Verstimmung bei den Anlegern gesorgt. In Washington kündigte der designierte Chef der US-Notenbank Ben Bernanke an, dass er an der Zinspolitik seines Vorgängers Alan Greenspan festhalten wolle. „Bernanke stellt Kontinuität in den Vordergrund. Das kommt sehr gut an“, sagten Händler. Bernanke tritt im Februar die Nachfolge Greenspans an.

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Mit massiven Aktienverkäufen reagierten die Anleger auf die Ankündigung von Altana, den Zulassungsantrag für den Hoffnungsträger Daxas wegen nicht ausreichender klinischer Daten zurückziehen. Die Titel schlossen 6,7 Prozent tiefer bei 45 Euro. „Das Risikoprofil des Unternehmens verschlechtert sich damit weiter“, sagte Analyst Thomas Brenning von Helaba Trust. „Das wirft kein gutes Licht auf die Qualität der Forschung im Altana-Konzern.“ Sein Kollege Carsten Kunold von Merck Finck sagte: „Die Verkaufsaussichten für die Pharmasparte haben sich deutlich verschlechtert.“

Zu den größten Verlierern zählten mit einem Abschlag von 1,2 Prozent die Aktie der Deutschen Telekom. Neben charttechnisch bedingten Verkäufen machten Börsianer für die Kursverluste auch den enttäuschenden Ausblick des britischen Mobilfunkkonzerns Vodafone verantwortlich.

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