Marktbericht Dax
„Panikartige“ Käufe in Frankfurt

Teils panikartige Käufe haben am Donnerstag an der Frankfurter Börse für Aufsehen gesorgt. Nicht einmal die enttäuschenden Geschäftszahlen einiger Großkonzerne wie Siemens und BASF konnten die Anleger in ihrem Kaufrausch bremsen. Kurzzeitig erreichte der Dax ein neues Neun-Monats-Hoch und schloss immer noch deutlich über 5300 Punkten. Größter Dax-Gewinner war VW.

HB FRANKFURT. Börsianer sprachen von panikartigen Käufen derjenigen Anleger, die die bisherige Rally verpasst haben. Sie fügten hinzu, der Leitindex habe nun Luft bis 6000 Punkte. "Offenbar werden diejenigen, die die bisherige Rally verpasst haben, immer nervöser", sagte ein Börsianer.

Der Leitindex stieg am Nachmittag auf ein auf ein neues Neun-Monats-Hoch auf 5396 Punkte und beendete den Xetra-Handel 1,7 Prozent im Plus bei 5360,66 Zählern. Damit hat er binnen drei Wochen rund 17 Prozent zugelegt. Einige Börsianer halten nun einen Durchmarsch bis 6000 Punkte für möglich. Der EuroStoxx50 der größten börsengelisteten Unternehmen aus der Euro-Zone legte am Donnerstag 2,1 Prozent auf 2655 Stellen zu.

Unterstützung erhielten die europäischen Aktienmärkte von der Wall Street. Der US-Standarwerteindex Dow Jones knackte die psychologisch wichtige Marke von 9200 Punkten und notierte bei Börsenschluss in Deutschland 1,7 Prozent im Plus.

Größter Dax-Gewinner war dagegen Volkswagen. Der Wolfsburger Autobauer hatte dank der Abwrackprämie seinen Gewinnrückgang in Grenzen gehalten. Für das Gesamtjahr peilt er einen Ausbau seines Marktanteils an. VW-Stämme stiegen daraufhin um 5,7 Prozent auf 255,43 Euro und machten damit ihre Vortagesverluste weitgehend wett.

Im Nebenwerte-Index MDax gehörten Gea trotz eines operativen Gewinns leicht unter Markterwartungen zu den Favoriten. Der Auftragseingang war weniger stark eingebrochen als im Branchendurchschnitt. Die Titel des Maschinenbauers zogen um 8,2 Prozent auf 11,46 Euro an. Analysten wiesen außerdem darauf hin, dass die Papiere im Vergleich zu Konkurrenten wie Alfa Laval oder Krones günstig seien.

Europaweit gehörten die Telekomwerte zu den gefragtesten. Die besser als erwartet ausgefallenen Geschäftszahlen von France Telecom, BT und Telefonica hatten jeweils Geschäftszahlen über Markterwartungen vorgelegt. Die Papiere der drei Firmen legten daraufhin zwischen zwei und 13 Prozent zu. In ihrem Fahrwasser verteuerten sich die Titel der Deutschen Telekom, die die Bekanntgabe ihrer Zwischenbilanz für den Donnerstag kommender Woche angekündigt hatte, um 3,4 Prozent auf 9,10 Euro. Der europäische Index für die Telekommunikationsbranche stieg um drei Prozent.

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