Marktbericht Frankfurt
Dax schließt nach Berg- und Talfahrt im Plus

Nach einer Berg- und Talfahrt hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch im Plus geschlossen. Auch die anderen Börsen Europas landeten am Ende eines nervösen Handelstages wieder in der Gewinnzone.

FRANKFURT. Die Angst der Anleger vor weiteren Hiobsbotschaften aus dem Finanzsektor setzte zwar die Titel von Banken und Versicherern unter Druck. Doch gute Quartalsbilanzen von Industrie- und Technologiefirmen stärkten den Optimisten den Rücken. Der Dax beendete den Handel knapp ein Prozent höher bei 6795,03 Punkten. Der europäische Stoxx-Index gewann 0,5 Prozent auf 3163 Punkte.

Finanzwerte litten unter schlechten Nachrichten aus den USA. Der US-Anleiheversicherer Ambac hat zu Beginn seines neuen Geschäftsjahres wegen Abschreibungen auf komplexe Kreditprodukte erneut einen Milliardenverlust verbucht. Die Ambac-Aktien stürzten um bis zu 37 Prozent ab. „Der Markt ist sehr nervös. Es stehen einige Bankzahlen an, und es kursieren Gerüchte über Abschreibungen“, sagte ein Händler.

Der heftige Absturz im Finanzsektor relativierte sich aber im Tagesverlauf: die Aktien der Hypo Real Estate, die bis zu fünf Prozent verloren hatten, beendeten den Handel mit einem Minus von 1,9 Prozent, Deutsche Bank mit 0,9 Prozent. HBOS verloren 3,9 Prozent und Credit Suisse, - die Bank legt am Donnerstag Zahlen vor - 1,2 Prozent. UBS-Aktionäre beschlossen auf der Hauptversammlung eine milliardenschwere Kapitalerhöhung.

Auch in anderen Branchen bewegten zahlreiche Quartalsberichte und Gerüchte die Kurse. Siemens profitierten von einem positiven Analystenkommentar und stiegen um 3,6 Prozent. Im Strudel der Korruptionsaffäre bei dem Münchner Konzern tritt zudem das Vorstandsmitglied Erich Reinhardt zurück. Hinzu kamen Gerüchte über einen Verkauf der Siemens-Tochter Osram.

Gerüchte um eine Übernahme durch Finanzinvestoren beflügelten die Aktien des Chipherstellers Infineon, die 8,4 Prozent stiegen. Allerdings wurden diese Gerüchte von Infineon zurückgewiesen. Zudem warnte Konzernchef Wolfgang Ziebart, sollte sich der Euro bei einem Kurs von etwa 1,60 Dollar einpendeln, würde das die Planungen des Konzerns gefährden. Die positive Stimmung im Sektor blieb dennoch ungebrochen und schob auch den Kurs von ASML an, der um 7,7 Prozent stieg. Alstom gewannen über vier Prozent, nachdem am Markt Gerüchte über eine Anteilsaufstockung durch Bouygues kursiert hatten.

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