Marktbericht New York
Dow Jones mehr als 1,5 Prozent im Minus

Wiederaufkeimende Inflationsängste haben die US-Börsen am Dienstag belastet. Händler machten zudem den Rekord-Ölpreis für die Kursabschläge verantwortlich. Aber auch schwache Geschäftsberichte der Baumarktkette Home Depot und des Einzelhändlers Target drückten auf die Stimmung und verstärkten die Sorge um die Kauflust der US-Verbraucher.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,53 Prozent schwächer bei 12 828 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 12 781 und 13 026 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,93 Prozent auf 1413 Zähler. Der Nasdaq-Composite ging um 0,95 Prozent auf 2492 Punkte zurück. In Frankfurt schloss der Dax 1,5 Prozent im Minus bei 7118 Zählern.

Bei den Inflationsdaten waren die Erzeugerpreise im April in der Kernrate um 0,4 Prozent gestiegen und damit stärker als von Analysten erwartet. Der Preis für Rohöl kletterte zudem auf ein neues Allzeithoch von 129,60 Dollar. "Die große Frage lautet nun, wie sich das Kaufverhalten der Verbraucher angesichts hoher Energiepreise und all der anderen Probleme entwickelt", kommentierte Analyst Frank Lesh von FuturePath Trading LLC in Chicago.

Bei den Einzelwerten büßten die Aktien der größten Baumarktkette Home Depot 5,2 Prozent ein. Händler verwiesen auf die Bilanz des Unternehmens. Der Konzern bekommt weiterhin die Immobilienkrise zu spüren und verzeichnete deshalb einen Gewinneinbruch um 66 Prozent im ersten Quartal. Target-Aktien verloren rund 1,2 Prozent an Wert, nachdem der Einzelhändler ebenfalls einen Gewinnrückgang ausgewiesen hatte. Zudem äußerte sich das Management wegen der allgemeinen Konjunkturschwäche pessimistisch über seine Wachstumsaussichten.

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Ebenfalls auf den Verkaufslisten der Börsianer standen die Anteilsscheine von Finanzwerten. Zuvor hatte die einflussreiche Analystin Meredith Whitney vom Bankhaus Oppenheimer & Co ihre Gewinnschätzungen für etliche Kreditinstitute für das zweite Quartal gesenkt. Zudem sagte sie, dass die Immobilienkrise wohl bis weit ins nächste Jahr oder noch länger andauern werde. So gaben JPMorgan-Papiere um knapp fünf Prozent nach, Citigroup-Anteilsscheine 3,8 Prozent und Bank-of-America-Aktien etwa zwei Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,24 Mrd. Aktien den Besitzer. 1104 Werte legten zu, 2032 gaben nach und 91 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,02 Mrd. Aktien 1133 im Plus, 1733 im Minus und 135 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel um 13/32 auf 100-24/32. Sie rentierten mit 3,784 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 20/32 auf 97-10/32 und hatten eine Rendite von 4,539 Prozent.

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