Marktbericht New York
Inflationsdaten lassen US-Börsen im Minus schließen

Nach der Veröffentlichung neuer Inflationsdaten haben die US-Aktienmärkte am Dienstag bei einem volatilen Handel Verluste hinnehmen müssen.

HB NEW YORK. Ein unerwartet starker Anstieg bei den Erzeugerpreisen fachte die Furcht vieler Anleger vor Zinserhöhungen an und trübte die Stimmung auf dem Parkett. Unter Druck kamen vor allem Finanztitel, die in der Regel besonders empfindlich auf Zinsveränderungen reagieren.

An der Technologiebörse konnten nur einzelne Titel auf Grund verbesserter Prognosen zulegen. An den Rohstoffmärkten gaben die Preise für Öl und Gold ungewöhnlich stark nach.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,8 Prozent schwächer bei 10 706 Punkten. Im Handelsverlauf bewegte er sich zwischen 10.700 und 10.862 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index büßte 1,03 Prozent ein auf 1223 Zähler. Der Nasdaq-Composite fiel um 0,9 Prozent auf 2072 Punkte.

„Man geht immer stärker davon aus, dass die Fed bei ihrer Juni-Sitzung die Zinsen anheben wird“, sagte Charles Lieberman von Advisors Capital Management. Der Markt würde sich nun darauf einstellen und mit Verlusten reagieren. Der Handel fiel nach Einschätzung eines anderen Analysten auch volatil aus, weil viele Anleger auf die Veröffentlichung eines weiteren Inflationsberichts am Mittwoch warteten.

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„Das große Ding kommt morgen. Daher denke ich, dass man nicht all zu viel Hoffnungen in den heutigen Handel stecken sollte“, sagte Scott Wren von A.G. Edwards & Sons. Die US-Regierung wollte am Mittwoch ihren Bericht über die Entwicklung der Verbraucherpreise im Mai veröffentlichen.

Den am Dienstag veröffentlichten Daten zufolge hatten sinkende Nahrungsmittelkosten den Anstieg der US-Erzeugerpreise im Mai zwar begrenzt. In der Kernrate, also ohne die Berücksichtigung der stark schwankenden Preise für Energie und Lebensmittel, ergab sich allerdings ein überraschend starker Preisauftrieb. Eine stark steigende Inflation könnte die US-Notenbank (Fed) dazu bewegen, den Leitzins bei ihrer nächsten Sitzung Ende Juni das 17. Mal in Folge zu erhöhen. Derzeit liegt der Leitzins bei fünf Prozent.

Die Zinssorgen drückten unter anderem die Aktien der Großbank Citigroup 2,27 Prozent ins Minus. Auch J.P. Morgan Chase tendierten schwächer und gaben 2,57 Prozent nach. Goldman Sachs verloren trotz guter Quartalszahlen 3,97 Prozent. Unter den wenigen Gewinnern legten an der Nasdaq die Aktien des Mobilfunkzulieferers Qualcomm um 1,58 Prozent zu. Das Unternehmen hatte zuvor die Prognose für sein drittes Geschäftsquartal erhöht.

Der Preis für ein Barrel US-Öl zur Lieferung im Juli sank im späten Handel um knapp zwei Dollar auf 68,46 Dollar, nachdem eine Hurrikan-Warnung für Florida aufgehoben worden war. Der Tropensturm „Alberto“ schwächte sich über dem Golf von Mexiko ab und blieb in sicherer Entfernung zu Öl-Anlagen vor der US-Küste. Auch der Goldpreis gab stark nach und fiel um rund sieben Prozent - der stärkste Rückgang beim Gold an einem Tag seit mehr als 15 Jahren.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 2,31 Milliarden Aktien den Besitzer. 757 Werte legten zu, 2581 gaben nach und 115 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,51 Milliarden Aktien 810 im Plus, 2280 im Minus und 112 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel um 4/32 auf 101-07/32. Sie rentierten mit 4,967 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 5/32 auf 92-02/32 und hatten eine Rendite von 5,016 Prozent.

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