Marktbericht New York
Rekordölpreis reißt US-Börsen ins Minus

Ausverkauf an der Wall Street: Ein neuer Rekordstand beim Ölpreis hat die US-Börsen am Mittwoch schwer belastet. Alle wichtigen Indizes beendeten den Handelstag tief im Minus. Besonders stark wurden Auto- und Technologiewerte belastet. Neue Konjunkturdaten trübten die Stimmung zusätzlich. Verlierer des Tages war die Aktie von General Motors.

HB NEW YORK. Der neue Ölpreis-Rekord von 144 Dollar hat den Anlegern an der Wall Street am Mittwoch im späten Handel kräftig die Stimmung verdorben und die US-Börsen annähernd auf Tagestiefständen schließen lassen. Schon zuvor hatten im Handelsverlauf aktuelle Konjunkturdaten die Kurse gedrückt. Eine Analyse der Investmentbank Merrill Lynch, wonach ein Bankrott des Autobauers General Motors nicht gänzlich ausgeschlossen werden könne, tat ihr übriges. Im frühen Handel hatten die Indizes noch zugelegt. Grund war die Mitteilung der Deutschen Bank, im zweiten Quartal schwarze Zahlen geschrieben zu haben und keinen Bedarf für frisches Kapital zu sehen. Dies hatte Anlegern Hoffnung auf ein baldiges Abflauen der Kreditkrise gemacht.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,46 Prozent tiefer mit 11 215 Punkten. Im Handelsverlauf war er zwischen 11 214 und 11 434 Stellen gependelt. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 1,82 Prozent auf 1261 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq gab 2,32 Prozent auf 2251 Punkte ab. Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl stieg am Abend bis auf 144,32 Dollar pro Fass (159 Liter) und war damit rund dreieinhalb Dollar teurer als am Vortag. Am Nachmittag hatte die US-Regierung bekanntgegeben, dass die Öl-Bestände in der vergangenen Woche um zwei Mill. Barrel gefallen sind – am Markt war lediglich mit einem Rückgang um 100 000 Barrel gerechnet worden. Als Grund wurde eine höhere Nachfrage bei einem gleichzeitigen Rückgang der Importe genannt.

Zudem belasteten neue Hinweise auf eine Abschwächung des US-Arbeitsmarktes: Einer Umfrage der Arbeitsagentur ADP zufolge baute die US-Privatwirtschaft im Juni fast 80 000 Stellen ab. Und auch die künftigen Unternehmensgewinne sowie die Schätzungen dazu machten den Börsianern Sorgen: Weithin wird erwartet, dass die Markt-Prognosen angesichts der schwachen Konjunktur gesenkt werden. Dies sei quer durch alle Bereiche zu erwarten, nicht nur im Finanzsektor, sagte Peter Kenny von Knight Equity Markets.

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