Marktbericht New York
US-Notenbankchef enttäuscht US-Börsen

Fed-Chef Bernanke hat den US-Börsen einen Dämpfer versetzt. Auch die Sorge um Schuldenberge in Europa und USA trübte die Stimmung.
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New YorkDie Enttäuschung über den von US-Notenbankchef Ben Bernanke angedeuteten Kurs der Fed hat am Donnerstag die US-Börsen ausgebremst. Die Anleger sahen in Bernankes Äußerungen vor dem Bankenausschuss des Senates Hinweise darauf, dass sie wohl vorerst doch nicht auf weitere Konjunkturmaßnahmen setzen können. Da sie nach Bernankes vorherigen Andeutungen aber genau diese Hoffnung gehegt hatten, büßten die Aktienindizes ihre frühen Gewinne wieder ein.

Besonders deutlich abwärtsging es für Technologietitel. Auch der Internet-Riese Google musste Federn lassen. Doch der nach Handelsschluss vorgelegte Gewinnsprung von 36 Prozent katapultierte die Papiere nachbörslich mehr als zwölf Prozent nach oben.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 12.581 und einem Tief von 12.414 Punkten. Er ging 0,4 Prozent leichter bei 12.437 Zählern aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 büßte 0,7 Prozent auf 1308 Stellen ein. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank um 1,2 Prozent auf 2762 Punkte. Rohöl verbilligte sich um gut zwei Prozent und wurde zu 95,86 Dollar je Barrel gehandelt.

Bernanke bekräftigte zwar seine Äußerungen vom Mittwoch, dass die Fed im Notfall für weitere Konjunkturmaßnahmen bereitstehe. Doch am Donnerstag erklärte er, die Zeit dafür sei noch nicht reif. „Bernanke ist deutlich von weiteren Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur zurückgerudert“, sagte Kent Engelke von Capitol Securities Management. „Damit ist die Rally vom Vortag so, als hätte man Zucker zum Mittagessen gegessen: Nichts als ein kurzer Energiestoß.“

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  • der drop kam wirklich sehr überraschend...

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