Marktbericht Osteuropa
Gewinne in Warschau, Prag im Minus

Die osteuropäischen Aktienmärkte sind am Montag in einem freundlichen internationalen Marktumfeld uneinheitlich in die neue Woche gestartet. Steigenden Kursen in Warschau standen fallende Kurse in Prag gegenüber. Auch in Budapest gab es moderate Verluste.

HB WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die osteuropäischen Aktienmärkte sind am Montag in einem freundlichen internationalen Marktumfeld uneinheitlich in die neue Woche gestartet. Steigenden Kursen in Warschau standen fallende Kurse in Prag gegenüber. Auch in Budapest gab es moderate Verluste.

Die Budapester Börse hat den Handel knapp behauptet beendet. Der ungarische Leitindex Bux schloss moderat mit 0,03 Prozent im Minus bei 23 407,53 Punkten. Abseits der Vorstellung des zweiten Aktionsplans der ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban lagen kaum relevante Unternehmensnachrichten vor. Kernelement des Plans bildete die bereits in der Vorwoche angekündigte neue "Krisensteuer", die neben dem Energiesektor auch die Telekommunikationsbranche sowie die Handelsketten betreffen soll. Magyar Telekom verbilligten sich unter den Schwergewichten um 1,50 Prozent auf 591 Ungarische Forint. Ungeachtet höherer Rohölnotierungen gaben MOL um 1,57 Prozent auf 20 275 Forint nach. Positive Vorzeichen gab es hingegen bei Bankentiteln. FHB legten um 0,59 Prozent auf 1 189 Forint zu. OTP gewannen 2,97 Prozent auf 5 926 Forint.

Deutlichere Verluste mussten Anleger in Prag hinnehmen. Der Leitindex PX sank um 0,74 Prozent auf 1 133,60 Punkte. Ungeachtet höherer Rohölnotierungen kamen Aktien aus dem Energiebereich unter Druck. Die Papiere des Versorgers Ceske Energeticke Zavody verbilligten sich um 1,49 Prozent auf 758,50 Tschechische Kronen. Unipetrol rutschten um 2,22 Prozent auf 198,50 Kronen ab. Fallende Kurse gab es indes aber auch im Bankensektor: Erste Group verbuchten einen Kursabschlag von 0,41 Prozent auf 778,00 Kronen. Komercni Banka fielen um 1,38 Prozent auf 3 871 Kronen. Nach der Ankündigung zu den Absatzpreisen für das vierte Quartal stiegen die Titel der Kohlekonzerns NWR um 1,05 Prozent auf 222,30 Kronen. Nach Einschätzung von Analysten liegen die veröffentlichten Preise für Steinkohle leicht über den Erwartungen, bei Koks jedoch leicht darunter.

Einzig in Warschau ging der Leitindex WIG-20 um 0,35 Prozent höher bei 2 663,44 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste WIG-Index gewann moderate 0,11 Prozent auf 45 858,88 Zähler. Analystenkommentare sorgten bei einigen Papieren für Aufwind. Polimex schlossen 1,18 Prozent höher bei 4,30 Polnische Zloty und die Banktitel von BPH stiegen um 3,79 Prozent auf 57,50 Zloty. Telekomunikacja Polska (Tpsa) und TVN standen indes noch mit dem jüngsten Kooperationsabkommen im Blickpunkt. Analysten sprachen nach der Veröffentlichung weiterer Details von einer klassischen "Win-Win" Situation für beide Unternehmen. Tpsa legten 0,56 Prozent auf 18,10 Zloty zu, TVN gaben jedoch um 0,58 Prozent auf 18,72 Zloty nach. NG2 stiegen um 0,90 Prozent auf 61,70 Zloty, obwohl Experten einen Ausblick auf die Oktoberumsätze als im Rahmen der Markterwartungen bezeichneten.

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