Marktbericht
Osteuropas Börsen mit Kursverlusten

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Mittwoch deutlich tiefer geschlossen. In Prag fiel der PX um 2,27 Prozent auf 1 167,70 Punkte. Marktbeobachter sprachen von Gewinnmitnahmen nach den jüngsten massiven Aufschlägen.

HB WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. ECM verloren 0,67 Prozent auf 383,40 Tschechische Kronen. Im ersten Halbjahr hatte der Immobilienentwickler einen Verlust von 18,6 Mill. Euro erlitten, die Prognosen der Analysten aber dennoch knapp übertroffen. Im Vorjahr hatte das Minus noch bei 19,9 Mill. Euro gelegen.

Pegas Nonwovens gaben um 4,18 Prozent auf 447,50 Kronen nach. Das Textilunternehmen wird am Donnerstag Ergebnisse zum zweiten Quartal vorlegen. Die Analysten erwarten im Schnitt einen Rückgang beim Periodenüberschuss auf rund zehn Mill. Euro. Im Vorjahr wurde noch ein Gewinn von 11,68 Mill. Euro erwirtschaftet.

Die Bankenwerte setzten ihren Abwärtstrend vom Vortag fort. Erste Group gaben um 2,97 Prozent auf 744,70 Kronen nach und Komercni Banka verloren 3,24 Prozent auf 3 370 Kronen. Die Index-Schwergewichte von CEZ gingen mit einem Abschlag von 1,12 Prozent auf 958,00 Kronen aus dem Handel.

Vor dem Hintergrund von gefallenen Ölpreisen brachen die Unipetrol - Werte um 5,05 Prozent auf 138,10 Kronen ein. In einem europaweit schwachen Minensektor fielen die Aktien von New World Resources (NWR) um 2,82 Prozent auf 165,20 Kronen.

Nachdem die Budapester Börse vier Handelstage in Folge mit Gewinnen aus dem Handel gegangen war, schloss der ungarische Aktienmarkt am Mittwoch mit Verlusten. Der Leitindex BUX verlor 1,72 Prozent auf 19 539,25 Punkte.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte die ungarischen Behörden davor gewarnt, das angepeilte Ziel für das Budgetdefizit von 3,9 Prozent des Bruttoinlandsproduktes auszuweiten. Das in den jüngsten Monaten gestiegene Vertrauen der internationalen Investoren könnte durch eine Ausweitung der Ziele beschädigt werden, so die ungarische Vertreterin des IWF Iryna Ivaschenko. Aktuellen Berechnungen der Zentralbank zufolge könnte das angestrebte Ziel verfehlt werden.

Unter den vier Schwergewichten am Budapester Aktienmarkt verloren OTP Bank 3,78 Prozent auf 4 925 Ungarische Forint. Die Analysten von HSBC hatten ihre Anlageempfehlung "underweight" bestätigt, das Kursziel wurde auf 3 600 Forint angehoben. Daneben gingen Magyar Telekom mit einem Plus von 0,37 Prozent bei 793 Forint aus dem Handel. In ganz Europa zählten die Ölwerte zu den größten Verlierern. In Budapest gaben die Mol - Aktien um 1,61 Prozent auf 14 650 Forint nach.

Richter Gedeon sanken um 0,51 Prozent auf 39 000 Forint. Die Anteilsscheine des Richter-Mitbewerbers Egis notierten zu Handelsende mit einem Minus von 3,15 Prozent bei 19 950 Forint. Aus persönlichen Gründen wird die Egis-Chefin Agnes Gal ihr Amt am 30. September niederlegen.

Nach den deutlichen Gewinnen der vergangenen Handelstage hat die Warschauer Börse am Mittwoch mit massiven Verlusten geschlossen. Der WIG-20 brach um 2,92 Prozent auf 2 249,51 Einheiten ein. Der WIG-Index schloss mit einem Minus von 2,47 Prozent bei 38 215,94 Punkten. Wie auch an den internationalen Börsen hat am polnischen Aktienmarkt am Berichtstag eine Korrektur stattgefunden. Marktteilnehmer zeigten sich nur wenig überrascht von den Abschlägen. Nach den jüngsten massiven Aufschlägen sei mit Gewinnmitnahmen zu rechnen gewesen.

In Warschau gerieten vor allem die Bankenwerte unter Abgabedruck. "Die polnischen Bankenwerte sind in der jüngsten Vergangenheit wahrscheinlich zu deutlich gestiegen, vor allem wenn man die Unsicherheit in Anbetracht zieht, in welchem Ausmaß die globale Krise ihre Kredit-Portfolios und Gewinne beeinflussen wird", kommentierte ein Marktteilnehmer die Korrektur. Daneben hat die polnische Zentralbank ihre Leitzinsen für siebentägige Geldgeschäfte bei 3,5 Prozent bestätigt. Der Zentralbank zufolge bleibe die Inflationsrate aufgrund der hohen Nahrungs- und Energiepreise "erhöht".

Am Ende des WIG-20 brachen die Aktien der BRE Bank, einer Commerzbank - Tochter, um 8,3 Prozent auf 255 Polnische Zloty ein. Die Wertpapiere der Unicredit - Tochter Pekao gingen mit einem Abschlag von 6,2 Prozent bei 149,20 Zloty aus dem Handel. Gemeinsam mit den Anteilsscheinen des Finanzkonzerns Getin Holding - ein Minus von sieben Prozent auf 9,10 Zloty - bildeten die beiden Bankenwerte das Schlusslicht-Trio im WIG-20.

Aber auch die anderen Bankenwerte gingen klar im Minus aus dem Handel. So verloren die Aktien der Bank Polski und der Bank Zachodni jeweils drei Prozent. Bank Polski schlossen bei 35,00 Zloty und Bank Zachodni bei 140,60 Zloty.

Unter den Schwergewichten verloren Kghm in einem sehr schwachem europäischen Minensektor 3,3 Prozent auf 87,50 Zloty. Die Aktien der Telekomunikacja Polska ermäßigten sich um 1,8 Prozent auf 16,21 Zloty. Mit einem Plus von 1,1 Prozent auf 29,80 Zloty zählten PKN Orlen zu den wenigen Gewinnern im polnischen Leitindex.

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